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Donnerstag, 12. Januar 2017

Soundtrack 2016

Mit Kopfhörern in den Ohren laufe ich  mit schnellen Schritten die Schönhauser entlang - bin zu spät wie immer. Die Zeit hängt  mir bewaffnet mit einem spitzen Messer im Nacken und treibt mich voran noch schneller zu laufen, schließlich ist dieses Jahr nur noch drei Stunden lang da. Drei letzte Stunden von 8.760 Stunden, drei letzte Stunden von 2016. Und es hat sich angefühlt als hätte ich dieses Messer die ganze Zeit im Nacken gehabt, dass Gefühl das du die Momente, die Tage gar nicht richtig fassen kannst, sondern das du einfach mit ihnen lebst... Sie dir ganz langsam durch die Hände gleiten egal wie sehr du dich anstrengst sie festzuhalten, und doch gleichzeitig gar keine Zeit hast jeden einzelnen zu verarbeiten weil schon der nächste um die Ecke auf dich wartet. Und genau deshalb mag ich dieses rückblicken  auf ein Jahr, aus zwei bestimmten Gründen.
Erstens weil es die Möglichkeit bietet für einen ganz kurzen Augenblick auf alles zurück zu schauen, alles ein Stück weit mehr zu verabeiten, zu sehen was sich verändert hat bevor die nächsten 8.760 Stunden ungebremst auf dich einprasseln. Und zum anderen weil in mir eine nostalgische Oma mit grauer Dauerwelle schlummert, die Stunden damit verbringen kann alte Texte oder Bilder anzuschauen. 
Während ich also immer noch im schnellen Laufschritt zur Silvester Party laufe überlege ich was alles passiert ist dieses Jahr, als plötzlich die ersten Takte eines neuen Songs angestimmt werden. Ein ganz bestimmter Song, der mich an einen ganz bestimmten Moment erinnert - kein besonders spektakulären, aber einer dieser kleinen schönen. Und da weiß ich wie ich auf dieses Jahr zurückblicken will - mit Liedern. Denn letztendlich fällt mir auf, sind meine schönsten Geschichten und Momente dieses Jahr immer mit einem Lied oder einer Melodie verbunden...

Wait for me - Kings of Leon

Die schwüle Mittagshitze steht noch in ihren Startlöchern als ich über die noch kalten Steine der Terrasse unseres Ferienhauses tapse. Ziel ist die  Schaukel gegenüber vom Hauseingang. Der Rest meiner Familie schläft noch, nur ich habe mich am Abreisetag extra früh aus den dünnen Laken gequält um mir den Sonnenaufgang anzuschauen. Einzig und allein die Ameisenstraße ist schon in Betrieb und verarbeiten jeden einzelnen Brotkrümel der vom gestrigen Abendessen noch übrig geblieben ist.Vorsichtig lasse ich mich auf der alten Holzschaukel nieder die wie gewohnt quietscht - das tut sie schon seit 15 Jahren. Mit sechs Jahren saß ich hier das erste mal, damals hat Papa noch ordentlich Anschwung gegeben: ,,Doller Papa, doller Papa", ruft klein Lea obwohl sie sich kaum noch an den Eisenketten an beiden selten festhalten kann. Heute sitze ich hier, einige Köpfe größer und brauch inzwischen  auch keine Hilfe mehr beim schaukeln.. :D Langsam aber beständig gewinne ich an Schwung bis ich schließlich vor und zurück falle. Vor mir eine unglaublich schöne friedliche Landschaft, eine Mischung aus unterschiedlichsten Feldern und Bäumen und zwischendrin vereinzelte Häusern. Der Abschied fällt nicht ganz so schwer schließlich weiß ich das ich in knapp 365 Tagen wieder hier sitzen werde. Auf der alten quitschigen Holzschaukel gegenüber vom Hauseingang.



Volcano Choir - Comrade 

Sie steckt neue Kerzen in ihre leeren Guiness Bierflaschen die schon vollkommen vom Wachs überzogen sind, um sich dann zu mir ins Bett zu legen. Mein Kopf liegt auf ihrer Schulter während sie mir einzelne Strähnen hinter das Ohr klemmt. Kaputt und papp satt liegen wir nach unserem monatlichen Kochabend wieder bei ihr im Bett, als das nächste Lied in meiner Playlist die ersten Takte anstimmt. "Weißt du", sag ich, "Kennst du solche Lieder die dich so mitreisen, dass es dir im Herzen weh tut. Solche Lieder die dich irgendwo abholen und nicht mehr loslassen? Das ist so eins" beende ich meine etwas kitschige Liebeserklärung an dieses Lied. Sie nickt, grinst und drückt mich noch enger an sich als der Refrain mit einem schnellen Tempowechsel einsetzt und genau das mit mir macht was ich ihr gerade beschrieben hab. Er tut weh, aber auf eine schöne Art und weise. So 'ne Melancholie-ach-ist-das-gerade-schön-das-soll-gar-nicht-vorbeigehen Art und Weise. 
Als die Lautstärke abnimmt flüstert sie: "Der war echt super schön". Kaum hat sie das letzte Wort ausgesprochen ertönt ein ohrenbetäubender Lärm und warum auch immer setzt ein grausig lauter Heavy Metal Song ein der uns beide Tränen lachen lässt.


Fink - If only

Die Sonne knallt auf die größtenteils sowieso schon krebsroten Körper die sich am Strand tümmeln. Am liebsten würde ich ins kühle Nass springen und mich einfach richtig abkühlen, dummerweise musste ich mich ja drei Tage vor dem Urlaub auf meinen Lockenstab setzen  - um schon mal vorzubruzeln ;) und muss deswegen zumindest noch ein oder  zwei Tage warten bis ich ins Wasser kann. Also beobachte ich die anderen ein wenig neidisch vom Ufer aus, komme aber nicht drum rum wie sich ein breites Grinsen auf meinem Gesicht breit macht. Wie kleine Kinder toben und planschen sie im türkis blauen Mittelmeer mit unserem neuen Familienzuwachs herum - Lacoste, ein knallgrünes Plastik Krokodil das tapfer die nacheinander wechselnden Sonnenanbeter auf den Wellen balanciert. Ich winke und alle winken ein bisschen wehmütigen und entschuldigend zurück als ich mich nach links drehe um die nächsten Minuten den Strandabschnitt entlang zu laufen. Mit meinen Kopfhörer laufe ich also vor mich hin während die Leute immer ein wenig irritiert über meine super sexy Badehose, die meine Brandwunde vor der Sonne schützen soll. Genau so irritiert und belustigt zugleich schaue ich aber auch als ich realisiere dass ich mich am FKK Abschnitt befinde. Habe noch nie so viel nackte Haut auf einem Haufen gesehen! Aber nach einigen Minuten hab ich das alles schon ausgeblendet und merke nur noch den so geliebten Sommerwind in meinen Haaren, den Sand zwischen meinen Zehen, das Salz auf meiner Lippe und die Gewissheit das ein Haufen meiner längsten Freunde nur 200 m entfernt ist.

Little Lion man - Mumford and Sons

Sonntag Abend - hinter uns liegen drei Tage voller Regen, Sturm, Kälte und Schlamm. Gaaaaanz viel Schlamm. Das Hurricane hat dieses Jahr seinem Namen alle Ehre gemacht und dennoch sind wir geblieben genau wie die Hälfte der Festival Besucher. Meine Motivation war auf jeden fall  auch dieser heutige Abend, diese Band live zu sehen. Und genau aus diesem Grund stehen wir wie damals die 13 jährigen Tokio Hotel Fans schon zwei Stunden vorher ganz vorne. Neben uns haben wir schon die Bekanntschaft mit Jens gemacht, der Mitte dreißig ist und sich irgendwas total verrücktes eingeworfen hat was ihn die ganze Zeit aufgeregt hin und herzappeln lässt. Daneben haben wir Nadine und Janine, zwei Lehramtsstudentinnen die schon kurz vor dem Nervenbruch stehen weil Mumfrod and Sons ihre absolute Lieblingsband ist. Deswegen sichern sie sich jetzt auch zum fünften mal bei Zappel Jens ab das sie auch wirklich auf seine Schultern später dürfen. Zu guter letzt steht vor uns Alex. Alex haben wir vor einigen Minuten kennen gelernt als er uns gefragt hat wer hier denn überhaupt spielt. Alex hat inzwischen auch schon ungefähr 5 Liter Bier intus was ihn aber natürlich nicht von einem 6.Liter abhält. 

Die Scheinwerfer sind an, die Leute jubeln und wir mitten drin. Wir tanzen zu zweit hin und her,  kreischen die Songtexte mit und all der Trubel und Schlamm der letzten Tage ist vergessen. Nach einigen Lieder guckt er mich aufgeregt an und schreit "Ich mach das jetzt!!". Kurzer Hand tippt er die zwei Riesen Zwillinge neben uns an, sagt ihnen was ins Ohr und schwups sitzt er auf den Schultern des einen. Ich grinse in seine Richtung und hüpfe weiter vor mich hin. Als die zweite Strophe einsetzt lässt der große Zwilling ihn wieder runter und ich sehe in seine feuchten Augen aus denen nach und nach die Tränen laufen. Es dauert einen Augenblick bis er seine Stimme wieder findet. Und dann schaut er mich ganz ruhig an, nimmt mich kurz in den Arm und sagt "Danke, dass du hier bist" um danach meine Hand wieder hochzureißen um mit mir aus voller Kehle den Refrain anzustimmen. 

RYX - HOWLING

12 Uhr Mittags sitzen wir alle ein wenig verkatert auf einer Couch irgendwo in Pankow. Unsere Chaosqueen (und nein, dass bin nicht ich) zieht heute um. Kenne keinen Menschen der so verpeilt ist und trotzdem gleichzeitig mal eben zwei Auslandssemster organisiert, Theater spielt, singt, Spanisch lernt, politisch aktiv ist, als Nebenfach BWL studiert und auf jeder Party bis zum Schluss tanzt. Was sie aber nicht hinkriegt sind ihre Umzugskartons, die Nähmaschine, die Wäsche von gestern und den diverse Kleiderstangen in die neue Wohnung zu transportieren. Also helfen wir ihr. Stolpern durch das matschige Berlin, sehen aus als würden wir vor der Klausurphase fliehen und gleich in den Flieger steigen. Verstopfen die U-Bahn mit dem ganzen Zeug und retten von uns, die als letztes aus der U-Bahn steigt und mit der Wäsche von gestern in den Türen hängen bleibt. Doch eine Belohnung wird uns versprochen...Nachdem alles in der neuen Wohnung abgeladen ist laufen wir hoch bis in den vierten Stock. Vor uns steht eine wacklige Leiter, die oben an die Dachluke ragt. "Einfach nicht nach unten gucken", spreche ich mir die ganze Zeit zu als ich vorletzte mit wackligen Beinen Stufe für Stufe erklimme. Und es lohnt sich. Hier stehen wir also nun auf dem Dach. Um uns herum nur die spitzen Dächer der anderen Häuser, über uns der immer blauer werdenden Himmel. Und in uns allen die Vorfreude auf den kommenden Frühling. 

HONNE - Warm on a cold night 

Der Winter kommt im Februar noch mal richtig auf Hochtouren. Dick eingepackt fällt die Tür hinter uns ins Schloss. Es ist Donnerstag, für uns faule Studenten als schon wieder Wochenende. Am Späti gibt's für jeden noch ne Mate um den Klischee komplett gerecht zu werden. So laufen wir zusammen die Schönhauser Alle runter die aufgrund des fortgeschrittenen Abends und der Kälte wie leer gefegt ist. Aus den schlechten Handyboxen ertönt unsere Hymne für die letzten Wochen. "Cause you can keep me waaaaarm on a cold night" höre ich sie laut mitsingen. Sie tanzt einige Schritte vor mir und ich beobachte sie ein bisschen. Kann gar nicht glauben das ich diese eine Person erst seit wenigen Monate kenne, weil sie gleichzeitig eine der Personen ist die mich gefühlt in und auswendig kennt. Meine Macken, meine Ängste und natürlich meinen Lieblings Humus. Ich glaube eigentlich nicht wirklich an Schicksal, aber manchmal fühlt sich unsere Freundschaft fast  ein bisschen so an: Als wäre das alles irgendwie vorbestimmt. Als hätte das Leben gewusst das wir beide noch jemanden brauchen. Jemanden der uns zeigt wo's langgeht, der uns hilft Sachen loszulassen, jemanden der sich an einem richtig miesen Tag einfach mal mit nem Weißwein in irgendeinem Fotoautomaten betrinkt. Oder jemanden mit dem du von einem riesigen Kran das Festivaltreiben unter dir beobachten kannst. Jemand der mit dir 24 Stunden vor Abgabe mit der Hausarbeit anfängt, jemanden der sich mit dir Blaubeer Muffins teilt, jemand der dir hilft an deine Träume zu glauben und sie zu verwirklichen. Jemanden wie dieses super süße, und wunderbare Geschöpf was da vor mir rumhopst. 

Und wie jedes Jahr hab ich das Gefühl ich kann dem Jahr mit einen paar Zeilen gar nicht gerecht werden. Insgesamt ein Jahr was mir mal  den Boden unter den Füßen gerissen hat und gleichzeitig ein Jahr mit dem ich so viele schöne Lieder und gleichzeitig Erinnerungen verbinde. Vor allem war es aber ein Jahr in dem ich gemerkt hab was ich alles nicht will. Ich will nicht irgendeinen Büro Job machen auf den ich keinen Bock habe, nur weil er mir Sicherheit bietet. Dafür höre ich mir auch gerne zum 100. mal die Frage an was ich denn bitte mit "So einem" Studiengang anfangen möchte. (Bestes Zitat dieses Jahr kam dies bezüglich von einem Fahrkartenkontrolleur als er mein Studententicket sieht "Kulturwissenschaft (lacht) das kann man studieren? Was wird man dann damit?" - Antwort meinerseits: "Bestimmt kein Fahrkartenkontrolleur...")

Ich sitze in der Bahn Nachhause. 01.01.2017, die ersten 5 Stunden des Jahres wurden mit tanzen verbracht. Der nostalgischen Oma ist die Optimistin gewichen. 2016 war nicht nur ein Jahr der schönen Momente, aber genau die schlechten Momente haben mir gezeigt was ich nicht will denke ich...
Was ich für später auf jeden Fall auch nicht will ist nen Ralf 35, der wenn er Ausgang von Zuhause hat sich in 'nem Club mit Drogen dicht ballert und dann meint er hätte die Crowd total im Griff. (Zitat Emilia!) Genau so wenig möchte ich nen Bengel der nicht weiß was er will und sich mit Ende zwanzig kurz vor der Midlife crisis befindet und sich die ersten Studienjahre zurück sehnt. Zu dieser nicht wollen Kategorie zählt übrigens auch ein Jochen, 45  der seine Frau mit einem charmanten "Bist ganz schön fett geworden" beim Klamotten Kauf gleich noch mehr verunsichert. Was ich nicht will ich bevormundet werden nur weil ich eine Frau bin. Ich will noch selbstbestimmter leben, mich nicht von Leuten verunsichern lassen die meinen mich zu kenne. Mir keine sexistischen Bemerkungen gefallen lassen - meine Beine möchte ich mir trotzdem weiterhin rasieren ;) Will mich noch mehr auf kreative Projekte konzentrieren, die Grenzen Europas überschreiten, und mir endlich mal ne ordentlich Grammatik (KOMMASETZUNG) zu legen :D  Also 2017, zeig mal was du so kannst! 



Weitere Lieder 2016

AnnenMayKantereit - Pochahontas; Bon Iver - 33 GOD, James Blake feat Bon iver - Forst Fire, SoKool- Recognize (Original Mix), Dermont Kennedy - An evening I will not forget, Robert Francis - Junebug, Young - Vallis Alps, Kaffee Warm Triologie - OK KID (Spotify Session), Peaches - In the valley below, On my shoulder - The Do, BANKS - Gemini Feed, Be right back moving House - Ghostpoet




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April - Barcelona mit Svenja und viel zum schlechten Wetter, dafür wunderbaren Fahrrad Touren am Strand und ganz viel geiles Essen

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Juli - WG Abende die am See statt gefunden haben, oder doch wieder in der verrauchten und unglaublich chaotischen Küche

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Juni - José und Leo wiedervereint in ihrer Lieblingsstadt -  eine der engsten  Freundinnen jetzt gleich um die Ecke!

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Januar - Hometown visit vom Lieblings Anton! Stellvertretendes Bild und fettes Danke an alle meine lieben Freunde die mich das Jahr in meinem neuen Zuhause besucht haben!

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September - Mallorca Part eins: Lea, Lara und der Kofferaum. Ein Hoch auf jede einzelne Fahrt bei Sommerwind zu siebt in diesem Auto.

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März - Dieser View... diese Sonnenuntergänge. Gefühlt 12394855 dieses Jahr, und jeden einzelnen genossen. Das werd ich in der neuen Wohnung definitiv vermissen...


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Mai - Happy Svenster und Chaos Lena total glücklich nach einem Tag voll Tanzen und Weißwein aka. Karneval der Kulturen

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September - Mallorca Part two. Die Hometown Crew, die sich unglaublich lieb hat und sich auf Portugal dieses Jahr freut!

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Juli - FESTIVAL VIBES! Nachdem der Rekord fürs Zelt aufbauen aufgestellt wurde ging's dann doch noch zum tanzen. Würde sagen auf unserer Reise nach Asien kann nichts mehr schief gehen... :D


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November - Wohl die schönste und lang ersehnteste Wiedervereinigung dieses Jahr. Nach 3 Jahren befinden wir uns endlich wieder im gleichen Land. Oi, Hab dich vermisst Browne!

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Februar - Stellvertretend für jeden einzelnen Bar Abend, für jedes einzelne "immer wieder Sonntags" WG & FRIENDS essen gehen.


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Juni - HURRICANE. Danke für das durch den Schlamm gehen, wälzen. Für das im Zelt halb ertrinken und für das trotzdem Spaß haben!

Montag, 7. November 2016

WINTERCHALLENGE MIT NIKE

Meine innere Uhr weckt mich wieder pünktlich um halb acht, wie eigentlich jeden Tag. Ich liebe es früh aufzustehen, vor allem weil dann so viel Zeit ist, dass man gerne einfach noch mal eine Stunde länger wach im Bett rumliegen, oder entspannt frühstücken kann. Doch an jedem zweiten Tag in der Woche versuche ich höchstens zehn weitere Minuten im Snooze Modus zu chillen - den kennen wir doch schließlich alle viel zu gut oder? Genau dann raffe ich mich nämlich schon morgens vor der Uni oder Arbeit auf und mache Sport. Oh Gott Sport – und das im Winter? Oh ja, gerade am Winter! Die kalte und dunkle Jahreszeit erschlägt einen mal gerne mit einer kleinen Depression – da hilft bei mir eindeutig Produktivität und vor allem Sport. Ich habe vor einigen Jahren das Laufen für mich entdeckt. Mit der richtigen Musik auf den Ohren, und der richtigen Kulisse erfüllt mich das tatsächlich richtig mit Zufriedenheit. Falls die Zeit mal nicht für ein paar Kilometer draußen oder das Fitnessstudio um die Ecke reicht gibt es dennoch keine Ausrede - schließlich gibt es noch die NIKE+TRAINING CLUB (kurz NTC) APP ! http://swoo.sh/2dZ6CtY.
NIKE macht es einem also möglich sogar in seinen vier Wänden ordentlich ins Schwitzen zu kommen. Wie das ganze funktioniert? Einfach die App downloaden, Workout auswählen, Trainingskleidung an und los geht's! Mit der Trainingskleidung wären wir schon beim nächsten Motivationspunkt! Bei mir haben sich über die letzten Jahren schon einige Sporthosen, Tops und Schuhe angesammelt. Es gibt was Neues wenn ich ein kleines Motivationstief habe oder ich mich einfach mal belohnen will, weil ich die letzten Wochen das Training so gut durchgezogen habe - einen Grund gibt es sowieso immer ;)! 
Auch NIKE hat in den letzten Tagen zu meiner Motivation beigetragen, denn ich hatte die Chance den neuen NIKE AIR ZOOM STRONG zu testen. Der perfekte Trainingsschuh für ein Workout in den eigenen vier Wänden oder im Fitnessstudio. Neben dem schönen und auffälligen Design hat mir vor allem die sockenähnliche Passform sehr gut gefallen. Außerdem federt der Schuh super und durch das Obermaterial ist auch für genug Atmungsaktivität gesorgt! Ihr habt auch Lust auf den NIKE AIR ZOOM STRONG bekommen? Dann einfach HIER  lang, und ihr gelangt auf den Onlineshop von Nike und könnt euch den Schuh noch einmal genauer angucken, und vielleicht auch ein wenig Geld in einen Motivationskauf investieren.

Also worauf warten wir noch? Raus aus den warmen Betten, rein in die Sportklamotten! Schnappt euch euer Handy, sucht euch eins der vielen Workouts aus der App raus. Mein Lieblings Work Out heißt "Cut to the Core" und bringt die Bauchmuskeln so richtig zum brennen und lässt einem das Frühstück danach gleich doppelt so gut schmecken! 

@nikewomen #NTC @niketraining 
Fotos: Emilia Bähr


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Sonntag, 9. Oktober 2016

MALLORCA

Kennt ihr dieses quietschende Geräusch, was ertönt wenn man alte große Videokassetten vorspult? Dazu das Bild auf dem Röhrenfernsehr mit den Videoaufnahmen, die in vielfacher Geschwindigkeit vor sich hinzappeln? Genau so kam mir das letzte Jahr vor. In vielfacher Geschwindigkeit ist es an mir vorbei gesaust. Ich hab genau vor Augen wie wir mit der großen Gruppe alle um das Lagerfeuer saßen. Das Flackern der Flammen spiegelte sich in allen Augen wieder, während die Weinflasche rumgereicht wurde. Sommer 2015. Meine Freunde hatten sich alle zusammen gesammelt um mich zu überraschen, um tschüss zu sagen. Ich bin die erste die von uns gegangen ist, und heute bin ich die letzte die wieder dazu stößt. 

Ein wenig verloren irre ich durch die Ankunftshalle des Flughafens, bis meine Augen das Schild „Exit“ finden. Mit schnellen Schritten eile ich zur Tür, die sich automatisch öffnet. Und da stehen sie, winken aufgeregt mit den Händen und rennen auf mich zu. Kurze Zeit später sitzen wir im Bus hinten in der letzten Reihe. Wir fangen an zu reden, über Gott und die Welt, über die neusten Heimatgeschichten, über all das, was wir in dem letzten Jahr erlebt haben. Unbewusst blende ich das Gegacker der anderen aus, als ich meinen Kopf nach links umdrehe und aus dem großen Hinterfenster schaue. Ich blicke auf die Autobahn, und die fahrenden Autos die uns ungeduldig hinterher jagen. Ihre Lichter glänzen wie kleine runde Punkte, während die Farben des Himmels immer kräftiger werden. Und schon wieder so ein Sonnenuntergang denke ich, ich weiß nicht warum, aber für mich gibt es kaum schönere Dinge. Erst recht nicht als ich meinen Kopf wieder zu den anderen hinwende und sehe wie jedes einzelne Gesicht orange anleuchtet wird.
Unsere Stimmen verstummen nicht, auch nicht als die Sonne sich schon vollkommen verabschiedet hat und der Bus immer mehr zu wackeln beginnt. Die Fahrkenntnisse unseres Busfahrers werden ernsthaft bezweifelt, doch kommen wir sicher in Cala Santayi an, unserem Zuhause für die nächsten sieben Tage. Den Koffer in die Hand und die T-Shirts aus , über den warmen Asphalt Richtung Süden, immer an der Hauptstraße entlang. „Ey Leute!“, tönt es von vorne „Guckt mal nach oben!" Nach und nach bleibt jeder stehen und legt seinen Kopf in den Nacken. Wie eine riesengroße, überdimensionale Lichterketten hängen die Sterne über uns. Und in dem Augenblick bin ich mir hundertprozentig sicher, dass die nächsten sieben Tage sich vor Schönheit und Einmaligkeit nach und nach übertreffen werden.

Die Terassentüren stehen weit auf, und die weißen Vorhänge flattern im lauen Sommerwind. Er lacht laut neben mir, hat er doch tatsächlich die Milch bei den Rühreiern vergessen. Ich sehe mich insgeheim schon ganz klar bei dem Rührei Battle gewinnen, und schwinge die gelbe Masse siegessicher in der Pfanne hin und her. Währenddessen ertönt von draußen ein dumpfes Quietschen, als die anderen den großen Tisch fürs Frühstück rausstellen, der einige Minuten später mit den besten Sachen gefüllt ist. Es bietet sich ein Bild, dass mich nun laut zum lachen bringt. Vor mir ein großzügig gedeckter Frühstückstisch, im Hintergrund ertönt Frank Sinatra, und die Jungs absolvieren im Takt zu Sinatras Klängen ihre Klimmzüge. Ein ganz normaler Sonntag Morgen, mitten im Paradies. 

Wir schwimmen zu zweit weiter raus aus der Bucht, vorbei an den großen Felsmauern und den einzelnen Tretbooten die durch die Bucht treiben. Unsere Arme hängen über unserem neuen Familienmitglied namens "Lacoste" - einem knallgrünen aufblasbaren Krokodil. Ihr scheint die Sonne ins Gesicht und ich kann jede einzelne ihrer Sommersprossen erkennen. Ich weiß nicht wann wir das letzte mal so geredet haben, so viel und so ehrlich. Ich wollte sie immer nur glücklich sehen denke ich, doch in den letzten Wochen habe ich sie die meiste Zeit nur bedrückt gesehen. Doch als sie ihre Arme von dem Krokodil löst, sich langsam auf dem Rücken ins Wasser gleiten lässt und ihre Arme breit ausstreckt, da sehe ich es. Sie liegt einfach nur ganz still da, ihre Augen geschlossen, und ihre Lippen verziehen sich zu einem breiten Lächeln. Also tue ich es ihr gleich, lasse mich auf dem Rücken treiben, mit geschlossenen Augen und dem Gesicht gen Himmel gerichtet. Und da liegen wir also wie zwei Verrückte im Mittelmeer und lassen uns von den sanften Wellen einfach treiben. 

Vollgefressen und zu frieden liege ich auf zwei dünnen Kissen auf dem Boden im Garten vor unserer Terasse. „Macht bitte alle Lichter aus!“ ruft jemand neben mir Richtung Küche. Einen Augenblick später ist es komplett dunkel, und die Sternen leuchten noch einmal doppelt so hell. Die Jungs sitzen genau neben mir und spielen 'Ich packe meinen Koffer'. Der eine von ihnen entscheidet sich dazu gleich mal das ganze Universum mitzunehmen, während der Andere lieber auf einen Gecko zurückgreift. Es interessiert mich nicht, dass sich eine Mücke nach der anderen auf meiner Haut niederlässt. Es interessiert mich nicht, dass es langsam viel zu kühl wird um nur im Kleid rumzuliegen. Es klingt kitschig, aber genau jetzt ist nur diese Moment wichtig, und genau deshalb kämpfe ich auch gegen meine im schwerer werdenden Lieder an. Ich will meine Augen noch nicht schließen, will diesen Anblick genießen solange ich es kann. Desto länger ich diesen Sternen übersäten Himmel angucke, denke ich, desto länger kann ich mich genau an diesem Moment erinnern. Kann ihn vielleicht wenn ich die Auge später schließe, genau vor meinen Augen sehen. Die Jungs machen sich derweilen gar nicht so schlecht und der Nächste entscheidet sich jetzt noch für Schokoletten. Gute Wahl denke ich, als der Dritte nach dem Aufzählen seinen neuen Gegenstand hinzufügt: Adiletten. Ein leises Lachen kann ich mir nicht verkneifen, bevor ich mich ein paar Minuten später auf die Seite drehe und einschlafe, und die Stimmen der Jungs immer leiser werden. 


Und da sitze ich wieder alleine am Gate, blicke auf das Rollfeld. Erinnere mich zurück an die einzelnen Momente der letzten sieben Tage. An jede einzelne Autofahrt, bei der ich glücklich aus dem Fenster gestarrt haben, während meine salzigen Haare wie wild im Wind getanzt haben. Ein jeden einzelnen Abend, den wir mit bescheuerten Trinkspielen auf der Terrasse verbracht haben. An die unterschiedlichen Lachen, die das ganze Haus mit Leben gefüllt haben. An die Nugat Bites Fressattacken nach einem langen Strandtag. 

Eigentlich ist es gar nicht als hätte ich alles vorgespult, denke ich. Viel mehr ist als hätte ich auf PAUSE gedrückt, nicht für mein komplettes Leben, sondern nur für diese Freundschaften. Natürlich haben wir uns das Jahr über ein paar mal gesehen, doch nicht in dieser vollständigen Konstellation. Und natürlich haben wir uns alle ein wenig verändert, sind in die verschiedensten Richtungen gezogen, doch unsere Freundschaft ist die gleiche. Also ist es mehr als hätte ich PLAY gedrückt, genau in dem Augenblick als ich durch die Türen der Ankunftshalle gelaufen bin. 



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Donnerstag, 28. Juli 2016

SAY HELLO TO NIKE AIR MAX 1 ULTRA FLYKNIT

Auf den meisten Straßen ist er gar nicht mehr weg zu denken, der Nike Air Max 1. Viele tragen ihn viele, lieben ihn. Es gibt ihn in unzähligen unterschiedlichen Farb- und Muster Kombinationen. Doch nun, drei Jahrzehnte nach seiner Geburtsstunde gibt es eine Neuauflage des Schuhs. Nike hat sich für diese Saison etwas ganz besonderes ausgedacht, und zwar haben sie den leichtesten Nike Air Max aller Zeiten hergestellt! Wie das geht? Durch die neue Nike Flyknit Oberfläche! Aber was ist Flyknit überhaupt? Flyknit ist ein Strick-Technologie, die als Schuhobermaterial genutzt wird.  Durch die Flyknit Technologie wird  die Oberfläche des Air Max noch leichter und atmungsaktiv - einem langen Shopping Tag oder einer langen durchtanzten Nacht steht also nichts mehr im Wege! Von einem Schuh der schön aussieht und zu dem auch noch federleicht ist war ich von vorne rein schon begeistert. Das Problem kennen wir ja alle mit den Schuhen die zwar wunderbar aussehen, letztendlich aber für glühende Füße und Blasen sorgen. Dank Nike hatte ich die Möglichkeit den neuen Air Max 1 gleich mal anzuziehen und bei einem Shooting zu testen. Man stelle sich also vor: 32 Grad in Berlin, Mittags Sonne, der Nike Air Max 1 Ultra Flyknit und ich vereint auf einer unglaublichen Dachterasse im Herzens Berlin -  die perfekte Bewährprobe für die Flyknit Technologie. 
Ich bin auf dem Dach von einem Spot zum anderen gehüpft, und von dem einen Ende zum anderen Ende über den heißen Asphalt gelaufen. Mein Fazit? Die Technologie hält was sie verspricht! Während mein Gesicht vor sich hingeflossen ist, sind meine Schuhe quasi dahin geschwebt, so wie es Nike verspricht. Zusätzlich macht er auch noch einen super schönen Fuß, und bei mir sah der sogar fast zierlich aus (was doch auch mal ganz nett ist, wenn die meisten Schuhe bei einer Größe von 40 aussehen wie riesige Clownsschuhe)!



Jetzt aber die Fotos, damit ihr euch selbst ein Bild von diesem wunderbaren neuen Nike Air Max 1 Ultra Flyknit machen könnt! Den gibt es übrigens ab sofort in unterschiedlichen Farben im Handel, hier einmal der Link! Photo credits: Basti Mowka, SMN BERLIN (instagram: basti_mowka)

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