Sonntag, 16. November 2014

AUTUMN STUFF

Mein Herz schlägt schneller als deins,
sie schlagen nicht mehr wie eins
Wir leuchten heller allein,
vielleicht muss es so sein

Andreas Bourani - Auf anderen Wegen

Die Zeit rennt, die Tage werden kürzen, die Temperaturen sinken. Der Herbst ist jetzt schon lange da und sogar Weihnachten ist nicht mehr lange hin. Aus diesem Grund habe ich heute einen Herbst-Oufit-Post für euch. Inklusive meiner neuen Sachen aus Berlin! Ich hab zwei Outfits für euch, in denen ich meine neue Highwaist Jeans zweimal kombiniert habe! Für die Leute die meine Schuhe mögen hier ein super Geheimtipp. Meine Schuhe habe ich zwar aus Prag, aber es gibt einen Online Shop auf dem ihr ähnliche Modelle zu unglaublich günstigen Preisen finden könnt, und zwar auf STIEFELPARADIES! Ihr habt eine riesen große Auswahl - von Highheels bis zu den Sneakers ist alles dabei. Unten habe ich euch mal meine Favoriten zusammen gestellt, vielleicht gefällt euch ja sogar ein Modell davon - ich meine Weihnachten steht direkt vor der Tür und Schuhe kann man eh nie genug haben. Meine Favoriten sind alle schwarz, dass liegt daran das ich schwarze Schuhe im Moment einfach liebe weil man sie zu allem anziehen kann. HIER GEHT'S ZUM SHOP
Ansonsten werde ich mich jetzt zurück in mein Bett kuscheln, nachdem ich mich heute auf dem Laufband komplett vorausgabt habe. Vorabiklausuren fangen jetzt auch bald an, und dann habe ich schon bald Geburtstag!! Ich wünsche euch einen wunderbaren Sonntag <3

TOP - MAMAS KLEIDERSCHRANK
BUNTE BLUSE - HUMANA VINTAGE 
BRAUNE JACKE - MAUERPARK FLOHMARKT
ROTE JACKE - HUMANA VINTAGE
HOSE - HUMANA VINTAGE 
SCHUHE - BERSHKA
BRAUNE TASCHE - FLOHMARKT
BEUTEL - TRIANGL
HUT - H&M
KETTE - H&M

























1) Chelsea Boots "Santa Fee" 2) 3) Stiefeletten "Calella" 4) Chelsea Boots "Harrisonville"

Samstag, 1. November 2014

MY SECOND HOME

Ich blinzle in die pralle Herbstsonne und muss mich erstmal selbst dran erinnern, dass das hier nicht mein Zimmer Zuhause ist. Ein breites Grinsen macht sich auf meinem Gesicht breit und ich springe aus dem Bett. Musik wird laut aufgedreht, der Koffer wird ausgepackt und Lippenstift ausgesucht. Jedes mal habe ich dieses Gefühl von Freiheit wenn ich hier bin. Jedes mal habe ich das Gefühl endlich angekommen zu sein. Die Tür fällt leise hinter mir ins Schloss, während ich mich durch das Herbstlaub kämpfe. Berlin zeigt sich heute von seiner schönsten Seite und lässt mir gar keine andere Wahl, als wie ein Honigkuchenpferd zur S-Bahn zu schlürfen. Einige Minuten später sitze ich am Fenster in der S-bahn auf dem Weg nach irgendwo hin, denn ich habe mich dazu entschlossen den Tag heute total planlos zu beginnen und dort auszusteigen wo es mich gerade hinzieht. Menschen steigen ein, Menschen steigen aus. Es braucht nur zwei Kopfhörer, meine wunderbare Weg-Träum Playlist und ich bin in meiner ganz eigenen Welt. Meine Augen kleben an all den großen Gebäuden, die leider viel zu schnell an mir vorbeirasen. Letztendlich entscheide ich mich dazu am guten alten Alex auszusteigen und freue mich gleich noch mehr als mir dieser Gewisse Großstadtgestank in die Nase steigt. Eine Mischung aus Essen verschiedenster Kulturen, Auto Gasen, unzähligen Parfüms und vor allem der Geruch nach Grenzenlosigkeit. Und so schlendere ich den ganzen Tag zwischen Geschäften und U- und S-bahn hinterher, bis ich mich mit einem Freund an der Spree treffe. Vor die Sonne schieben sich langsam kleine Wölkchen als wir uns an einer Hoher Mauer direkt an der Spree niederlassen. Wir trinken Kaffee, reden und beobachten die vielen Boote die an uns vorbeifahren. Es dauert noch vier Stunden bis ich wieder in der S-Bahn sitze, vollbepackt mit unzähligen Tüten. Ich weiß nicht wann ich das letzte mal wirklich glücklich gewesen bin, doch jetzt genau gerade bin ich es.

Ohja, Berlin! Es war wie immer wunderschön und viel zu kurz. Dennoch bin ich so unglaublich froh, dass ich spontan mitgefahren bin da mein Flug und Kurzurlaub mit Aylin leider nicht geklappt hat. Insgesamt war ich in 5 Second-Hand Shops und hab mich mal wieder richtig ausgetobt, denn ich habe einfach sooooooooviel gekauft für soooooo wenig Geld! Deswegen wird es hoffentlich demnächst wieder einige neue Outfit Posts geben (soweit ich es schaffe zu fotografieren bevor es dunkel wird grrrrr). Meine Ferien sind also echt super, bevor ich nach Berlin gefahren bin habe ich noch zwei Tage in Hamburg gechillt. Was als nächstes kommt? Keine Ahnung, vielleicht noch ein Spontantrip nach Amsterdam da hätte ich echt Bock drauf. Hier jetzt aber erstmal wieder ein bisschen  Portraitgeknipse - ihr könnt hier schon mal einen neuen Pulli sehen (6 Euro HALLO?!?!?) 
















Sonntag, 19. Oktober 2014

LOVE

Das Sauerstoffgerät summt und rattert vor sich hin. Die durchsichtige Schnurr zieht sich von der Maschine hin zum Sessel über seinen Bauch bis zu seiner Nase. Sein Gesicht ist mit Falten überseht und seine weißen Haare schimmern in dem Abendlicht. Wir sitzen alle zusammen in ihrer neuen Wohnung. Inzwischen wird die zweite Rotweinflasche geöffnet und ein Stapel von Süßigkeiten baut sich auf dem Tisch auf. Sie rückt das Sauerstoffgerät ein wenig beiseite und setzt sich auf den Sessel neben ihm. Nun schimmern ihre weißen Haare mit seinen um die Wette. Während sich draußen der Sommer verabschiedet beginnen sie uns alles zu erzählen, sie beginnen uns ihre Geschichte zu erzählen. Zunächst erzählt er von seiner Zeit in China, wo er das Ende des Krieges verbracht hat. Seine Augen strahlen als er davon erzählt wie er als kleiner Junge über den Marktplatz gerast ist und kleine Tauschgeschäfte organisiert hat. 'Ich hätte damals bestimmt ordentlich Provision machen können, dass einzige was ich aber für meine Arbeit wollte war ein Doppelchocoshake'. Ich muss lachen, genau wie die anderen auch. Letztendlich ist er dann doch nach fünf Jahren mit seiner Familie zurück nach Deutschland gegangen und hat sie kennen gelernt. Er war 18 und sie 15. Es brauchte nur eine gemeinsame Woche  und eine Motorrad Tour um sich ineinander zu verlieben. Sie muss schmunzeln 'Ich meine er war drei Jahre älter als ich, und er hatte ein Motorrad - was will man mehr'. Er greift nach ihrer Hand drückt sie behutsam an seine Brust und küsst dann ihren Handrücken. Sie hat ihn nicht vergessen, als er nach einer Woche wieder abreisen musste, weil er und sein Vater nur zu Besuch gewesen waren.  Es braucht zwei Jahren bis sie sich in der gleichen Stadt wiederfinden. Fünf Jahre lang verbringen sie Tag und Nacht miteinander, bis sie sich dazu entscheidet ihn zu verlassen. 'Es lag nicht daran, dass ich ihn nicht mehr geliebt habe. Es lag daran, dass ich mich selber finden wollte. Er war schon so viel rumgekommen, ich aber nicht. Das Gefühl das ich etwas verpasse, wenn ich jetzt hier bei ihm bleibe ist über die Jahre einfach immer größer geworden.' Sie sagt es mit so einem Selbstbewusstsein und Überzeugung, dass ich es nicht mehr schaffe meinen Blick von ihr abzuwenden. Gleichzeitig fühle ich mich unglaublich erleichtert, schwirrt dieses Gefühl doch auch in mir herum. Sie trennen sich, gehen zwei komplett verschiedene Wege. Er heiratet eine andere Frau, und sie bekommt eine Tochter und wird allein erziehende Muter. Sie trinkt den letzten Schluck von ihrem Rotwein und stellt behutsam das Weinglas auf den Tisch. Es wird ruhig, seine Augen fangen ein wenig an zu glänzen und seine Finger umklammern sein Scotch Glas. 'Es ist jetzt 15 Jahre her. Damals, als ich durch einen gemeinsamen Freund erfahren habe was mit seiner Frau passiert ist habe ich ihn angerufen. Ich habe gesagt das es mir leid tut, und das er mich anrufen kann', erzählt sie mit ruhiger Stimme. Sie rückt ein wenig näher zu ihm und legt ihre Hand auf sein Bein. 'Er hat nicht zurückgerufen und ich habe das akzeptiert'. Er grinst, weil er offensichtlich weiß das dies nicht das Ende der Geschichte ist. 'Ich war im Skiurlaub mit meinen Freunden, weil sie mich ablenken wollten. Ich habe angerufen, nur ein wenig später'. All das ist jetzt 15 Jahre her. Seit zehn Jahren sind sie verheiratet. Sie ist von Hamburg wieder zurück nach Berlin gezogen und hier sind sie geblieben bis heute. 'Ich liebe dich', sagt sie und genau so schnell kommt seine Antwort darauf 'Ich dich auch'. Wir reden noch zwei weitere Stunden über unsere Familiengeschichte bis wir uns alle trennen. Ich ziehe meine Jacke zu, vergrabe mich in meinen Schal und mache mich auf den Weg zur U-bahn. Es dauert eine Minuten, doch dann sitze ich endlich müde und erschöpft in der U5 und starre durch das Fenster. Ich bin erfüllt mit Zufriedenheit und Zuversicht. Ich bin so unglaublich beeindruckt von dieser Liebe. Es mag so viele schöne Liebesfilme geben, aber kein Film schreibt so wunderschöne Geschichten wie das Leben.

 Endspurt! In fünf Tagen habe ich Ferien und werde nach Wien fliegen. Von dort aus werde ich nach Bratislava düsen zu meiner allerliebsten Aylin! Nachdem wir im Sommer drei Wochen aufeinander gehangen haben und sie sowieso in meiner Straße gewohnt hat vermisse ich sie unglaublich! Das Wochenende werde ich wohl bei ihr verbringen und drei Tage dann noch in Wien courchsurfen (hoffen wir mal das alles klappt haha). Ich war noch nie in Wien also falls jemand einen Tipp hat her damit (vielleicht n Second Hand Laden oder so?). Außerdem werde ich vermutlich nach Berlin düsen und meinen besten Freund besuchen, der jetzt auch da wohnt - perfekte Voraussetzung für nächstes Jahr! Hier ein weiteres Lieblingsoufit - eigentlich nur anders kombiniert durch den langen neigen Mantel von GinaTricot den ich für 10 Euro geschossen habe! Schöne Woche euch allen!













Sonntag, 12. Oktober 2014

LONG TIME NO SEE!

Aloha! Es ist viel passiert die letzten Wochen. Drei meiner besten Freunden haben sich  in den Großstadtjungel und das Studentenleben gestürzt. Schule ist wieder da, mensch hab ich sie vermisst. Allerdings ist ja auch ein Ende zu sehen und da ich von vielen höre sie vermissen die Schulzeit schon, versuche ich die letzten Monate ein kleines bisschen zu genießen. Vor drei Wochen war ich noch ein Wochenende mit meinen Eltern in Berlin und habe so viele schöne Vintage Sachen gekauft! Die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten und habe deswegen gleich mehrere Outfits geschossen. (Leider ist meine Kamera immer noch kaputt, deswegen musste ich mir eine leihen). Hier seht ihr also mein absolutes Lieblingsstück - den Blazer. Ich habe ihn im Mauerpark gekauft bei einer super netten Verkäuferin, die ihren Stand mitten im Weg hatte. An diesem Sonntag war der Mauerpark nämlich eher ein Wasserpark, dank des starken Regens. 











Blazer - Flohmarkt, Top - MamasKleiderschrank, Hose - Topshop, Schuhe - keine Ahnung, Hut - H&M

Donnerstag, 18. September 2014

Ach Hamburg...

200 Stufen, ich frag mich jedes mal wir wie es schaffen die Treppe heil hoch und vor allem heil runter zu kommen. Unsere Wangen glühen ein wenig, als wir das schwere Eingangstür hinter uns zu ziehen. Die bunten Reklamen der vielen Bars und Krimskrams Läden leuchten in allen möglichen Farben um die Wette. Die gelben Neonlichter sorgen dafür, dass wir eher blinzelt zur Ampel finden. Die Reeperbahn liegt in ihrem vollen Glanz vor uns: Hunderte Feierwütige, überfüllte Mülleimer, ein paar leicht bekleidete Mädels und wir. Wir treiben mit der Masse in Richtung 99 Cent Bar. Drinne hört man sein eigenes Wort kaum und blickt auf einen vollkommen überfüllten Laden, dass jedes Getränk aber wirklich nur 99 cent kostet überzeugt uns zu bleiben. 'Hast du eigentlich einen Hund?', fragt mich aus dem nichts hinaus ein junger Mann 'Ja', antworte ich ein wenig verwirrt. 'Wir haben so viel gemeinsam' ist seine Antwort die er mit einem sympathischen Grinsen verpackt und mich letztendlich zum lachen bringt. Von nun an, ziehen wir also mit dem Hundefreund von Club zu Club. Nach einiger Zeit trenne sich die Wege und der Hundefreund findet sich nur noch in Begleitung von zwei Mädchen wieder. Euphorisch erzählt er uns von der Dachterasse der tanzenden Türme 'Das muss man gesehen haben', kreischt er ein wenig gegen die laut grölende Jungstruppe an die uns entgegen kommt. Einige Minuten später finden wir uns im Fahrstuhl wieder, im Gepäck ein Zebrahosen Typ der mit uns zwar gerne Spaß haben würde aber nicht so auf feste Sachen steht. Verblüfft und vor lachen brechen wir fast zusammen, retten uns noch schnell auf die Sitzblöcke direkt vor einem riesigen Panoramafester. Eine Millionen Lichter, Hamburg von oben. Unsere Faszination wird unterbrochen als eine Frau wild ihr Gesicht verzieht, ja doch eigentlich sieht sie aus wie ein Hase. Sie zerrt uns auf die Tanzfläche und wir tanzen mit. Tanzen über den Dächern Hamburgs, bis wir es dank des dreisten Hundeliebhabers auf einmal im vip Bereich landen. Unglaublich bequeme Betten, mehrere Cuba Libre und unglaublich viele witzige Gespräche später finde ich mich mit dem Hundeliebhaber  zurück auf der Reeperbahn wieder. Ich grinse den Pizzaverkäufer an und Frage ihn was ich denn wohl für meine 26 Cent bekomme würde? Der nette Verkäufer hat Mitleid mit mir und gibt mir ein großes Stück Pizza was ich kaum verdauen kann da landen wir schon zu zweit in der Spielothek. Ich drücke wie wild auf die bunten Tasten, habe ich so etwas doch nie vorher gespielt. Nach dem wir zwei Euro verloren haben entscheiden wir uns dazu schnellst möglich weiter zu ziehen. Es wird langsam schon hell, als wir uns alle wieder zusammen finden. Ich weiß nicht wie lange wir vor dem geschlossenen Club stehen und lachen und reden. Ich weiß nur noch wie ich vor dem Fenster stehe, die Jalousie auseinanderziehe und die ersten Sonnenstrahlen mir entgegen blitzen. Guten Morgen Hamburg, danke für diese Nacht. 

Hachja, Sommernächte sind einfach die besten und lustigsten. Das war also der Sommer dieses Jahr, er war wunderbar meiner Meinung nach. Im Moment gibt's ja sogar gerade ein kleines Sommer Come back, dass genieße ich sehr auch wenn Schule einen schon wieder sehr einnimmt. Morgen geht es dann erstmal nach Berlin für das Wochenende, Gott, habe ich die Stadt vermisst. Und da Hamburg ja quasi um die Ecke liegt, werden wir auch dieser schönen Stadt übernächstes Wochenende einen Besuch abstatten und hoffentlich wieder die Nacht zum Tage machen, bevor uns die Klausurenphase überrollt. Das einzig doofe ist leider, dass ich mein Lieblingsobjektiv geschrotet hab und deswegen nicht so wirklich zum fotografieren komme. Wir werden sehen, ein wunderschönes Wochenende wünschen ich euch allen da draußen! xx

PS: Mein neuer Vintage Pulli - der Herbst kann kommen!!!










Donnerstag, 4. September 2014

WANDERLUST!

“Twenty years from now you will be more disappointed by the things you didn’t do than by the ones you did do. So throw off the bowlines, sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.”  Mark Twain

Hier also jetzt der letzte Teil der Fotos aus der Türkei. Ich kriege jedes mal so unglaubliches Fernweh, wenn ich mir die Bilder angucken. Am liebsten würde ich mich einfach ins Auto, oder auch in den Flieger setzen und losfliegen bzw fahren. Da Vorfreude aber die schönste Freude ist, freue ich mich einfach jetzt schon auf das neue Jahr und meine Europa Reisen nach dem Abi, die ich im Winter anfangen werde zu planen. Länder/Städte die man gesehen haben muss eurer Meinung? XX




























Sonntag, 31. August 2014

PARTY LIGHTS AND TURKEY NIGHTS!

Wir kippen noch schnell die halb vollen Gläser runter, bevor uns die Animateure hektisch mit den Armen zu winken und wir es noch gerade in den Bus schaffen. Hinter uns sitzt ein Mann ungefähr vierzig und labert alle Menschen mit einer  Mischung chinesisch und englisch voll, wobei klar zu hören ist das er eigentlich aus Hessen kommt. Mein Blick schweift weiter über die bunte Mischung der Feierwütigen. Vor uns zwei türkische Paare, die mindestens genau so irritier sind von dem Mann mit den vielfältigen Sprachkenntnissen. Wir kriegen uns nicht mehr ein, als der Fahrer auf volle Lautstärke dreht und wir auf einmal da sitzen und nur noch irgendeine türkische Partymusik hören ohne ein Wort zu verstehen. Der Bus dekoriert mit allem möglichen rot, linken Stoffen und Unmengen an Glitzer Krams rast durch jede Kurve und verstärkt zusätzlich den kompletten Kulturschock. Die reifen quietschen und wir alle werden kurz nach vorne, dann wieder zurück in unsere Sitze geschleudert. 'Get out', hallt es von vorne und wieder fuchteln die Animateure wie wild mit ihren Armen. Das Meer plätschert genüsslich vor sich hin als wir den Club betreten der sich genau am Wasser befindet. Todesmutig wagen wir uns auf die noch leere Tanzfläche. Der Abend trödelt vor sich hin, langsam füllt sich der Club doch wir werden immer müder. Nach drei langen Stunden tanzen will eigentlich nur noch jeder ins Bett. Wir warten, laufen zum Bustreffpunkt und warten wieder. 'Bus will be here soon', versucht der Animateur die zwei Paare zu besänftigen, die nach einer halben Stunde warten sich dann doch dazu entscheiden selber ein Taxi zu nehmen. Wir bleiben sitzen, neben uns der kleine nette Franzose den wir noch ganz hinten bei uns im Bus entdeckt hatten. Ich versuche meine Französisch Kenntnisse aufzubessern, als der ältere Mann wieder mit seinem Sprachmischmasch anfängt. Wir können ihn zwar nicht davon überzeugen einfach deutsch mit uns zu reden, jedoch lässt er es mit dem Chinesisch und erzählt uns in dem lustigsten Englisch was ich je gehört habe von seiner Begegnung mit der russischen Mafia. 'You knouf, I met se Boss of Mafia. I was scared cose I don't know he will fight me. I went under se Stuhl. It was crazy.'. Wir können uns kaum halten vor lachen. 'Yeah you smile, but it was really live. I met se boss of Mafia, in a small town far awwwwaaay from Moskau. And he told me, Olaf, what are you shinking about Russian man. Oh they are se saaaame like se german man I said'. Einige Minuten erzählt er uns aufgeregt von seiner Geschichte, bis wir Bauschmerzen haben vom lachen. Letztendlich landen wir in dem Auto des Animateurs, mit 120 durch die Stadt. Mit sechs so unterschiedlichen Menschen im Auto, dass alleine diese Tatsache mich dazu bringt Tränen zu weinen. Vorne, der Fahrer ein Verschnitt aus Michael Jackson und Menderes, daneben unser Englischprofi der weiterhin ultarwitzige Kommentare von sich abgibt. Hinten eine Tarzan Kopie und ich auf Aylins Schoß, daneben dann noch der kleine Franzose der total in ein Selbstgespräch vertieft ist. Ich lande fast auf Menderes Jacksons Schoß, als der so hart in die Eisen geht weil unser Hotel direkt vor liegt. 'Ich fand's gut, dass wir heute weg waren. Das heute war wie ein Puzzleteil, denn das ganze Leben ist ein großen Puzzle. You only live once.', lautet die Gute Nacht Weisheit vom Englischprofi im Fahrstuhl als er sich von uns verabschiedet. 

Es hat gerade mal zwei Tage gedauert bis mich die Ferienlangweile überkommen hat. Ich würde am liebsten sofort wieder losfahren, wenn ich mir all die schönen Bilder ansehe. Aus diesem Grund geht's am Wochenende zumindestens nochmal nach Hamburg, bis es dann heißt 'Abschlussjahr, Baby'. Ja, ich nehme dann mein letztes Schuljahr in Angriff um nächsten Sommer erstmal durch gas Europa reisen zu können. Danach soll es dann endgültig nach Berlin gehen (!!!!). Soviel zu meinen Plänen, die letzten Tage hier waren also ziemlich langweilig. Deswegen schwelge ich jetzt lieber in Erinnerung an die Türkei, als euch mit meinem Alltag zu langweilen. Photobomb die Zweite!
















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