Sonntag, 19. Oktober 2014

LOVE

Das Sauerstoffgerät summt und rattert vor sich hin. Die durchsichtige Schnurr zieht sich von der Maschine hin zum Sessel über seinen Bauch bis zu seiner Nase. Sein Gesicht ist mit Falten überseht und seine weißen Haare schimmern in dem Abendlicht. Wir sitzen alle zusammen in ihrer neuen Wohnung. Inzwischen wird die zweite Rotweinflasche geöffnet und ein Stapel von Süßigkeiten baut sich auf dem Tisch auf. Sie rückt das Sauerstoffgerät ein wenig beiseite und setzt sich auf den Sessel neben ihm. Nun schimmern ihre weißen Haare mit seinen um die Wette. Während sich draußen der Sommer verabschiedet beginnen sie uns alles zu erzählen, sie beginnen uns ihre Geschichte zu erzählen. Zunächst erzählt er von seiner Zeit in China, wo er das Ende des Krieges verbracht hat. Seine Augen strahlen als er davon erzählt wie er als kleiner Junge über den Marktplatz gerast ist und kleine Tauschgeschäfte organisiert hat. 'Ich hätte damals bestimmt ordentlich Provision machen können, dass einzige was ich aber für meine Arbeit wollte war ein Doppelchocoshake'. Ich muss lachen, genau wie die anderen auch. Letztendlich ist er dann doch nach fünf Jahren mit seiner Familie zurück nach Deutschland gegangen und hat sie kennen gelernt. Er war 18 und sie 15. Es brauchte nur eine gemeinsame Woche  und eine Motorrad Tour um sich ineinander zu verlieben. Sie muss schmunzeln 'Ich meine er war drei Jahre älter als ich, und er hatte ein Motorrad - was will man mehr'. Er greift nach ihrer Hand drückt sie behutsam an seine Brust und küsst dann ihren Handrücken. Sie hat ihn nicht vergessen, als er nach einer Woche wieder abreisen musste, weil er und sein Vater nur zu Besuch gewesen waren.  Es braucht zwei Jahren bis sie sich in der gleichen Stadt wiederfinden. Fünf Jahre lang verbringen sie Tag und Nacht miteinander, bis sie sich dazu entscheidet ihn zu verlassen. 'Es lag nicht daran, dass ich ihn nicht mehr geliebt habe. Es lag daran, dass ich mich selber finden wollte. Er war schon so viel rumgekommen, ich aber nicht. Das Gefühl das ich etwas verpasse, wenn ich jetzt hier bei ihm bleibe ist über die Jahre einfach immer größer geworden.' Sie sagt es mit so einem Selbstbewusstsein und Überzeugung, dass ich es nicht mehr schaffe meinen Blick von ihr abzuwenden. Gleichzeitig fühle ich mich unglaublich erleichtert, schwirrt dieses Gefühl doch auch in mir herum. Sie trennen sich, gehen zwei komplett verschiedene Wege. Er heiratet eine andere Frau, und sie bekommt eine Tochter und wird allein erziehende Muter. Sie trinkt den letzten Schluck von ihrem Rotwein und stellt behutsam das Weinglas auf den Tisch. Es wird ruhig, seine Augen fangen ein wenig an zu glänzen und seine Finger umklammern sein Scotch Glas. 'Es ist jetzt 15 Jahre her. Damals, als ich durch einen gemeinsamen Freund erfahren habe was mit seiner Frau passiert ist habe ich ihn angerufen. Ich habe gesagt das es mir leid tut, und das er mich anrufen kann', erzählt sie mit ruhiger Stimme. Sie rückt ein wenig näher zu ihm und legt ihre Hand auf sein Bein. 'Er hat nicht zurückgerufen und ich habe das akzeptiert'. Er grinst, weil er offensichtlich weiß das dies nicht das Ende der Geschichte ist. 'Ich war im Skiurlaub mit meinen Freunden, weil sie mich ablenken wollten. Ich habe angerufen, nur ein wenig später'. All das ist jetzt 15 Jahre her. Seit zehn Jahren sind sie verheiratet. Sie ist von Hamburg wieder zurück nach Berlin gezogen und hier sind sie geblieben bis heute. 'Ich liebe dich', sagt sie und genau so schnell kommt seine Antwort darauf 'Ich dich auch'. Wir reden noch zwei weitere Stunden über unsere Familiengeschichte bis wir uns alle trennen. Ich ziehe meine Jacke zu, vergrabe mich in meinen Schal und mache mich auf den Weg zur U-bahn. Es dauert eine Minuten, doch dann sitze ich endlich müde und erschöpft in der U5 und starre durch das Fenster. Ich bin erfüllt mit Zufriedenheit und Zuversicht. Ich bin so unglaublich beeindruckt von dieser Liebe. Es mag so viele schöne Liebesfilme geben, aber kein Film schreibt so wunderschöne Geschichten wie das Leben.

 Endspurt! In fünf Tagen habe ich Ferien und werde nach Wien fliegen. Von dort aus werde ich nach Bratislava düsen zu meiner allerliebsten Aylin! Nachdem wir im Sommer drei Wochen aufeinander gehangen haben und sie sowieso in meiner Straße gewohnt hat vermisse ich sie unglaublich! Das Wochenende werde ich wohl bei ihr verbringen und drei Tage dann noch in Wien courchsurfen (hoffen wir mal das alles klappt haha). Ich war noch nie in Wien also falls jemand einen Tipp hat her damit (vielleicht n Second Hand Laden oder so?). Außerdem werde ich vermutlich nach Berlin düsen und meinen besten Freund besuchen, der jetzt auch da wohnt - perfekte Voraussetzung für nächstes Jahr! Hier ein weiteres Lieblingsoufit - eigentlich nur anders kombiniert durch den langen neigen Mantel von GinaTricot den ich für 10 Euro geschossen habe! Schöne Woche euch allen!













Sonntag, 12. Oktober 2014

LONG TIME NO SEE!

Aloha! Es ist viel passiert die letzten Wochen. Drei meiner besten Freunden haben sich  in den Großstadtjungel und das Studentenleben gestürzt. Schule ist wieder da, mensch hab ich sie vermisst. Allerdings ist ja auch ein Ende zu sehen und da ich von vielen höre sie vermissen die Schulzeit schon, versuche ich die letzten Monate ein kleines bisschen zu genießen. Vor drei Wochen war ich noch ein Wochenende mit meinen Eltern in Berlin und habe so viele schöne Vintage Sachen gekauft! Die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten und habe deswegen gleich mehrere Outfits geschossen. (Leider ist meine Kamera immer noch kaputt, deswegen musste ich mir eine leihen). Hier seht ihr also mein absolutes Lieblingsstück - den Blazer. Ich habe ihn im Mauerpark gekauft bei einer super netten Verkäuferin, die ihren Stand mitten im Weg hatte. An diesem Sonntag war der Mauerpark nämlich eher ein Wasserpark, dank des starken Regens. 











Blazer - Flohmarkt, Top - MamasKleiderschrank, Hose - Topshop, Schuhe - keine Ahnung, Hut - H&M

Donnerstag, 18. September 2014

Ach Hamburg...

200 Stufen, ich frag mich jedes mal wir wie es schaffen die Treppe heil hoch und vor allem heil runter zu kommen. Unsere Wangen glühen ein wenig, als wir das schwere Eingangstür hinter uns zu ziehen. Die bunten Reklamen der vielen Bars und Krimskrams Läden leuchten in allen möglichen Farben um die Wette. Die gelben Neonlichter sorgen dafür, dass wir eher blinzelt zur Ampel finden. Die Reeperbahn liegt in ihrem vollen Glanz vor uns: Hunderte Feierwütige, überfüllte Mülleimer, ein paar leicht bekleidete Mädels und wir. Wir treiben mit der Masse in Richtung 99 Cent Bar. Drinne hört man sein eigenes Wort kaum und blickt auf einen vollkommen überfüllten Laden, dass jedes Getränk aber wirklich nur 99 cent kostet überzeugt uns zu bleiben. 'Hast du eigentlich einen Hund?', fragt mich aus dem nichts hinaus ein junger Mann 'Ja', antworte ich ein wenig verwirrt. 'Wir haben so viel gemeinsam' ist seine Antwort die er mit einem sympathischen Grinsen verpackt und mich letztendlich zum lachen bringt. Von nun an, ziehen wir also mit dem Hundefreund von Club zu Club. Nach einiger Zeit trenne sich die Wege und der Hundefreund findet sich nur noch in Begleitung von zwei Mädchen wieder. Euphorisch erzählt er uns von der Dachterasse der tanzenden Türme 'Das muss man gesehen haben', kreischt er ein wenig gegen die laut grölende Jungstruppe an die uns entgegen kommt. Einige Minuten später finden wir uns im Fahrstuhl wieder, im Gepäck ein Zebrahosen Typ der mit uns zwar gerne Spaß haben würde aber nicht so auf feste Sachen steht. Verblüfft und vor lachen brechen wir fast zusammen, retten uns noch schnell auf die Sitzblöcke direkt vor einem riesigen Panoramafester. Eine Millionen Lichter, Hamburg von oben. Unsere Faszination wird unterbrochen als eine Frau wild ihr Gesicht verzieht, ja doch eigentlich sieht sie aus wie ein Hase. Sie zerrt uns auf die Tanzfläche und wir tanzen mit. Tanzen über den Dächern Hamburgs, bis wir es dank des dreisten Hundeliebhabers auf einmal im vip Bereich landen. Unglaublich bequeme Betten, mehrere Cuba Libre und unglaublich viele witzige Gespräche später finde ich mich mit dem Hundeliebhaber  zurück auf der Reeperbahn wieder. Ich grinse den Pizzaverkäufer an und Frage ihn was ich denn wohl für meine 26 Cent bekomme würde? Der nette Verkäufer hat Mitleid mit mir und gibt mir ein großes Stück Pizza was ich kaum verdauen kann da landen wir schon zu zweit in der Spielothek. Ich drücke wie wild auf die bunten Tasten, habe ich so etwas doch nie vorher gespielt. Nach dem wir zwei Euro verloren haben entscheiden wir uns dazu schnellst möglich weiter zu ziehen. Es wird langsam schon hell, als wir uns alle wieder zusammen finden. Ich weiß nicht wie lange wir vor dem geschlossenen Club stehen und lachen und reden. Ich weiß nur noch wie ich vor dem Fenster stehe, die Jalousie auseinanderziehe und die ersten Sonnenstrahlen mir entgegen blitzen. Guten Morgen Hamburg, danke für diese Nacht. 

Hachja, Sommernächte sind einfach die besten und lustigsten. Das war also der Sommer dieses Jahr, er war wunderbar meiner Meinung nach. Im Moment gibt's ja sogar gerade ein kleines Sommer Come back, dass genieße ich sehr auch wenn Schule einen schon wieder sehr einnimmt. Morgen geht es dann erstmal nach Berlin für das Wochenende, Gott, habe ich die Stadt vermisst. Und da Hamburg ja quasi um die Ecke liegt, werden wir auch dieser schönen Stadt übernächstes Wochenende einen Besuch abstatten und hoffentlich wieder die Nacht zum Tage machen, bevor uns die Klausurenphase überrollt. Das einzig doofe ist leider, dass ich mein Lieblingsobjektiv geschrotet hab und deswegen nicht so wirklich zum fotografieren komme. Wir werden sehen, ein wunderschönes Wochenende wünschen ich euch allen da draußen! xx

PS: Mein neuer Vintage Pulli - der Herbst kann kommen!!!










Donnerstag, 4. September 2014

WANDERLUST!

“Twenty years from now you will be more disappointed by the things you didn’t do than by the ones you did do. So throw off the bowlines, sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.”  Mark Twain

Hier also jetzt der letzte Teil der Fotos aus der Türkei. Ich kriege jedes mal so unglaubliches Fernweh, wenn ich mir die Bilder angucken. Am liebsten würde ich mich einfach ins Auto, oder auch in den Flieger setzen und losfliegen bzw fahren. Da Vorfreude aber die schönste Freude ist, freue ich mich einfach jetzt schon auf das neue Jahr und meine Europa Reisen nach dem Abi, die ich im Winter anfangen werde zu planen. Länder/Städte die man gesehen haben muss eurer Meinung? XX




























Sonntag, 31. August 2014

PARTY LIGHTS AND TURKEY NIGHTS!

Wir kippen noch schnell die halb vollen Gläser runter, bevor uns die Animateure hektisch mit den Armen zu winken und wir es noch gerade in den Bus schaffen. Hinter uns sitzt ein Mann ungefähr vierzig und labert alle Menschen mit einer  Mischung chinesisch und englisch voll, wobei klar zu hören ist das er eigentlich aus Hessen kommt. Mein Blick schweift weiter über die bunte Mischung der Feierwütigen. Vor uns zwei türkische Paare, die mindestens genau so irritier sind von dem Mann mit den vielfältigen Sprachkenntnissen. Wir kriegen uns nicht mehr ein, als der Fahrer auf volle Lautstärke dreht und wir auf einmal da sitzen und nur noch irgendeine türkische Partymusik hören ohne ein Wort zu verstehen. Der Bus dekoriert mit allem möglichen rot, linken Stoffen und Unmengen an Glitzer Krams rast durch jede Kurve und verstärkt zusätzlich den kompletten Kulturschock. Die reifen quietschen und wir alle werden kurz nach vorne, dann wieder zurück in unsere Sitze geschleudert. 'Get out', hallt es von vorne und wieder fuchteln die Animateure wie wild mit ihren Armen. Das Meer plätschert genüsslich vor sich hin als wir den Club betreten der sich genau am Wasser befindet. Todesmutig wagen wir uns auf die noch leere Tanzfläche. Der Abend trödelt vor sich hin, langsam füllt sich der Club doch wir werden immer müder. Nach drei langen Stunden tanzen will eigentlich nur noch jeder ins Bett. Wir warten, laufen zum Bustreffpunkt und warten wieder. 'Bus will be here soon', versucht der Animateur die zwei Paare zu besänftigen, die nach einer halben Stunde warten sich dann doch dazu entscheiden selber ein Taxi zu nehmen. Wir bleiben sitzen, neben uns der kleine nette Franzose den wir noch ganz hinten bei uns im Bus entdeckt hatten. Ich versuche meine Französisch Kenntnisse aufzubessern, als der ältere Mann wieder mit seinem Sprachmischmasch anfängt. Wir können ihn zwar nicht davon überzeugen einfach deutsch mit uns zu reden, jedoch lässt er es mit dem Chinesisch und erzählt uns in dem lustigsten Englisch was ich je gehört habe von seiner Begegnung mit der russischen Mafia. 'You knouf, I met se Boss of Mafia. I was scared cose I don't know he will fight me. I went under se Stuhl. It was crazy.'. Wir können uns kaum halten vor lachen. 'Yeah you smile, but it was really live. I met se boss of Mafia, in a small town far awwwwaaay from Moskau. And he told me, Olaf, what are you shinking about Russian man. Oh they are se saaaame like se german man I said'. Einige Minuten erzählt er uns aufgeregt von seiner Geschichte, bis wir Bauschmerzen haben vom lachen. Letztendlich landen wir in dem Auto des Animateurs, mit 120 durch die Stadt. Mit sechs so unterschiedlichen Menschen im Auto, dass alleine diese Tatsache mich dazu bringt Tränen zu weinen. Vorne, der Fahrer ein Verschnitt aus Michael Jackson und Menderes, daneben unser Englischprofi der weiterhin ultarwitzige Kommentare von sich abgibt. Hinten eine Tarzan Kopie und ich auf Aylins Schoß, daneben dann noch der kleine Franzose der total in ein Selbstgespräch vertieft ist. Ich lande fast auf Menderes Jacksons Schoß, als der so hart in die Eisen geht weil unser Hotel direkt vor liegt. 'Ich fand's gut, dass wir heute weg waren. Das heute war wie ein Puzzleteil, denn das ganze Leben ist ein großen Puzzle. You only live once.', lautet die Gute Nacht Weisheit vom Englischprofi im Fahrstuhl als er sich von uns verabschiedet. 

Es hat gerade mal zwei Tage gedauert bis mich die Ferienlangweile überkommen hat. Ich würde am liebsten sofort wieder losfahren, wenn ich mir all die schönen Bilder ansehe. Aus diesem Grund geht's am Wochenende zumindestens nochmal nach Hamburg, bis es dann heißt 'Abschlussjahr, Baby'. Ja, ich nehme dann mein letztes Schuljahr in Angriff um nächsten Sommer erstmal durch gas Europa reisen zu können. Danach soll es dann endgültig nach Berlin gehen (!!!!). Soviel zu meinen Plänen, die letzten Tage hier waren also ziemlich langweilig. Deswegen schwelge ich jetzt lieber in Erinnerung an die Türkei, als euch mit meinem Alltag zu langweilen. Photobomb die Zweite!
















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Montag, 25. August 2014

The best place to be!

Das grelle Handylicht brennt in meinen Augen als ich halbverschlafen auf die Uhrzeit blicke. 5.00 Uhr Morgens, und noch immer bin ich alleine. Sie hatte es mir versprochen pünktlich wieder hier zu sein, doch ich habe kaum Zeit an ihr zu zweifeln als schon wenige Sekunden später die Tür hinter ihr zufällt. Wir grinsen uns kurz an, dann packen wir beide leise unsere Sachen zusammen und verlassen das Hotelzimmer gemeinsam. Es ist alles still, sogar von weitem hört man leise die Ansagen des Fahrstuhls durch als Flure fliegen. Ground Floor ertönt es nun lauter, als die Türen des Fahrstuhls wieder für uns aufgehen. Es ist als würde fast die ganze Welt schlafen, nur ein einsamer Mann fährt mit der Poliermaschine über das Mamor. Auch die große Poolanlage liegt unberührt vor uns welche sonst eher ein Gewühl aus Paaren und Kleinen Kindern ist, die wie wild mit dem Wasser  herum spritzen. Nur das Tor zum Strand wurde so eben geöffnet, deshalb nehmen wir unsere Schuhe in die Hand und laufen über den Asphalt hin zum Meer. Lediglich ein paar Vögel hört man und die Blätter der Palmen die leise im Wind schwirren. Die Dämmerung hat schon längst eingetreten als wir die ersten Sandkörner unter unseren Füßen spüren. Zusammen lassen wir uns auf der vordersten Liege beider, die wohl in spätestens einer Stunde von dem ersten Hotelbesucher reserviert werden wird. Langsam kämpft sich die Sonne am Horizont hoch, und nach und nach scheint sie über das nächste höchste Hotel bis sie letztendlich den ganzen Strand in ein dunkel gelbes Licht hüllt. Dazu leuchtet der Himmel in allen möglich Pastellfarben. Zufriedenheit liegt in der Luft, als ich durch den noch kühlen Sand dem Meer Schritt für Schritt näher komme. Die Wellen kitzeln an meinen Füßen und als ich die Augen schließe höre ich nur das Rauschen der Wellen, die im gleichmäßigen Takt vor mir brechen. Das ist Sommer, Sand unter deinen Füßen das große Meer vor deinen Augen und ein traumhafter Sonnenuntergang. So etwas kann kein Mensch mit Geld bezahlen denke ich mir und als ich zur Seite Blicke und auch in ihrem Gesicht eine unglaubliche Zufriedenheit sehe bin ich einfach nur glücklich. Genau an solche Momente werde ich mich in wenigen Monaten erinnern wenn der Herbst und vor allem der Winter einen kaum aus der Dunkelheit entfliehen lässt.

Urlaub in den Sommerferien, dass hieß für mich immer Koffer packen Mp3 Player mit so vielen Liedern ie möglich vollklatschen, damit auf der zweitägigen Fahrt nach Italien auch ja bloß keine Langweile aufkommt. Urlaub in den Sommerferien hieß für mich immer Stau auf der Autobahn und Bedienung des süßen kleinen Kühlschranks der ins Auto eingebaut wurde. Dieses mal hieß es Koffer wiegen und Reisepass bereit halten. Ich bin das erste mal länger als eine Stunde geflogen und immer noch der Meinung Autofahren ist viel cooler. Aber nun gut, es hat sich auf jeden fall so gelohnt.Wir haben in einem unglaublichen Hotel in Side gewohnt und es gab so viel leckeres Essen und eine diesen Poolanlage. Das Wetter war natürlich unglaublich, und ich hätte gar nicht gedacht das ich mich so schnell an die Temperaturen gewöhne. Habe es sogar ohne einen ernsthaften Sonnenbrand überstanden was für mich Leiche echt schon mal ein Wunder ist. Insgesamt waren wir 12 Tage dort und ich habe so viel zu erzählen aber vor allem auch zu zeigen. Aus diesem Grund gibt es jetzt erstmal eine Riesen Photobomb, denn die Bilder sind so schön geworden wie ich finde. Also viel Spaß beim gucken! <3






























Montag, 4. August 2014

ALLE ALLE FARBEN!

Hunderte Weiße T-Shirts und Kleider strömen über den kleinen Marktplatz Richtung Brücke. Der große Mann im schwarzen T-Shirt und schwarzer Jeans winkt uns durch und schenkt uns noch ein kleines Lächeln. Die ersten weißen T-Shirts sind schon mit Pinken oder gelben Farbspuren übersäht, als wir uns durch das Getümmel zur Bühne drängeln. Der Beat des Dj knallt nur so aus den Boxen und schon schweben alle Füße über die Erde. 10 Hände greifen mich werfen mich in die Luft, einmal über alle hinweg. Alles was ich sehe sind hunderte Köpfe die hin und her geworfen werden und Arme, welche in die Luft gerissen werden. Wieder auf dem Boden beginnt der 
Countdown - 5, 4 ,3, 2 ,1 und schon kann man nicht mehr atmen und steht in einem blau, gelben, linken, grünen Farbenmeer. Es dauert nur einige Sekunden bis alles wieder klar ist und man nun auf hunderte Farbflecken blickt. Niemand interessiert sich für sein äußeres Erscheinungsbild, im Gegenteil desto bunter und verrückter desto besser. Kühle Wassertropfen fliegen durch die Luft - Abkühlung. Ich lasse mich auf den trocknen Rasen fallen, schließe die Augen fühle die Sonne auf meiner bunten Haut. Erneut ein Farbwurf, und nun ist auch der letzte Fleck weiß verschwunden. Durch die leeren leeren Verpackungen der Farbbeutel kämpfen wir uns zurück in die Realität. Ich spüre meine Füße nicht. Ich spüre nur den kühlen angenehmen Sommerwind, ja ich hab sogar vergesse,dass ich voller Farbe bin. Und so laufen wir los Nachhause, weil uns leider kein Taxi mitnehmen möchte. Aus einer halben Stunden wird eine Stunde und inzwischen finde ich mich alleine auf dem Weg hin zum Park wieder. Aus einer Stunde werden eineinhalb bis ich den kühlen Wasserstrahl auf meiner Haut prasselt und ich mit meinem Füßen im knallbunten Wasser stehe. Ich grinse, Sommer ist schon was tolles.

Es war unglaublich toll! Wir waren insgesamt fünf Stunden beim Festival, jedoch kam es mir vor als wäre es gerade mal eine gewesen. Mein Fazit ? Hin da! Ich kann es jedem nur weiterempfehlen, denn es macht einfach so unglaublich viel Spaß sich wie ein kleines Kind einzusauen. Das Wetter hat auch super mitgespielt - 30 Grad und blauer Himmel! Ich habe die Farbe übrigens aus allem rausbekommen, ja auch aus meinen Klamotten. Habe hier ein paar Bilder für euch, habe sie nur mit meinem Handy geschossen aber finde sie trotzdem toll!