Sonntag, 23. August 2015

PROM

Ich lasse meinen Blick kurz durch den Saal schweifen und bin ein wenig verwundert. Vor ungefähr einer Stunde war er noch komplett gefüllt mit über 500 Leuten, doch nun sind die meisten Tische nur noch halb besetzt und auch auf der Tanzfläche ist nun Platz zu Tanzen ohne irgendwelche Körperflüssigkeiten anderer abzubekommen. Ich drehe mich wieder hin und blicke in die verschwitzen Gesichter meiner Lieblingsmenschen, denn es ist egal das einige schon relativ früh gegangen sind, solange diese Menschen jetzt gerade alle hier sind. Wir tanzen zu den ältesten Hits, stellen unsere Y-M-C-A Kenntnisse unter Beweis und veranstalten alle paar Minuten ausgiebige Dance Battles oder "Wer-kann-am-besten-abspacken". Man kann es so ziemlich in jeden Augen sehen, die Freude über diesen Tag den wir uns solange ausgemalt haben, auf den wir so lange gewartet haben. Doch zu der Freude mischt sich Wehmut und Angst, denn das ist es jetzt wirklich - das Ende. Alle Prüfungen haben wir zusammen überstanden, jede offizielle Veranstaltung nacheinander abgehakt immer das große Ende im Blick auf das man sich am meisten freut. Und jetzt gerade leben wir es, das große Ende. Viele Anzüge, unzählige lange glitzernde Kleider und ein Überfluss an High Hehls, Smokey Eyes und Krawatten leben ihn gerade mit uns. Mein liebster Lockenkopf reißt mich aus meinen Gedanken und wirbelt mich über die komplette Tanzfläche, was ich dieses mal auch ohne jeglichen Wackler überstehe, da die High Hehls natürlich um Punkt 12 Uhr gegen bequeme Sandalen getauscht wurden. Ich gluckse und lache wie ein Honigkuchen Pferd bis mein Lieblingsbrownie in meinen Armen liegt - verdammt gut sieht der heute aus! Sein breites Grinsen löst bei mir Zufriedenheit und Wehmut aus, denn das werde ich definitiv vermissen. Das schelmische Grinsen was er so ziemlich jeden Tag auflegt und was mich in so manchen Situationen echt verrückt gemacht hat. Auf einmal tönen die ersten Klänge von Wonderwall aus den Boxen direkt neben uns - der Klassiker - aber damit kriegt man mich immer wieder. Und so rollen sie die ersten Tränen, die ich tapfer zurück gehalten habe. Daraufhin finde ich mich in unzähligen Armpaaren wieder, die mich alle so fest drücken als würden sie alle Traurigkeit von mir abnehmen wollen. Es gelingt ihnen und dann bei "Cause maybe, you're gonna be the one that saves me" stehen wir alle in einem Kreis und blicken uns an. Selten waren Zeilen eines Songtextes so wahr, für mich zumindest. "And after all you're my wonderwall" kreischt es aus unzähligen Kehlen und meine Traurigkeit verliert sich unter all den schiefen Tönen und der schwitzigen Luft. Wir tanzen noch eine Weile so, doch wie es bei den schönsten Abenden einfach so ist fliegt die Zeit und um Vier sind wir nun alle draußen vor dem Eingang verteilt. Durch die Nacht tönt ein lautes "Abi-Abi-Abi-Abituuuuuur" was immer noch in meinem Kopf summt als wir uns bei dem Schweden in Spe im Bett wiederfinden. Wir liegen schon wieder komplett übereinander alle in einem Bett, mit viel zu wenig Platz. Die zwei Chaoten neben mir bekommen sich nicht mehr ein über den Mist, den ich gerade von mir gebe, bis wir alle einfach unsere Augen nicht mehr öffnen und friedlich vor uns hinschlummern.

Langsam öffne ich meine Augen und kneife sie sofort wieder zu - aua, Tageslicht. Ich höre ein leises Rascheln und bin verwundert das schon jemand wach ist. Der Frühaufsteher bietet sich als Fahrer an und nach einem sanften Rütteln der zwei Chaoten neben mir sitzen wir alle in seinem Auto und fahren durch den Nebel auf der Landstraße. Noch alle nicht nüchtern glänzt das große M in unseren Augen. Unser Anblick (Zweimal halb abgeschmiertes Make up, Zwei mal lange Kleider mit Sandalen, zwei mal halb verschlafene Jungsgesichter mit Sakko) verwundern ihn ein wenig doch das ist jeder Bissen unserer Burger gerade wert. Inzwischen ist es 8.02 Uhr und aus den Boxen tönt eins meiner Lieblingslieder, ganz ohne Text einfach nur der Bass. Wir fahren durch die leer gefegten Straßen unserer Stadt und Lachen über unzählige unsinnige Dinge, bis wir alle ein wenig müde verstummen. Das war's jetzt also denke ich und blicke aus dem Fenster. Das war nun echt das Ende.  


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Mittwoch, 15. Juli 2015

Ein Kompliment

Es ist 7.36 Uhr und ich sitze auf meinem Bett zwischen Briefen, Karten und vielen anderen Gschenken. Ich habe viel zu wenig geschlafen, was aber völlig egal ist. Es ist 7.36 Uhr und genau in acht Stunde werde ich im Zug sitzen mit meinem Rucksack und dem allem hier den Rücken kehren. Es ist 7.36 und ich bin gerade verdammt glücklich und genauso traurig aber vor allem dankbar solche unglaublichen Freunde zu haben, die wie für mich eine kleine Familie geworden sind. An dieser Stelle will ich einfach nur danke sagen.

A. : Danke an den Lockenkopf für die letzten neun Jahre die wir uns nun schon kennen. Danke an deine perfekte Musik, an deine Gastfreundlichkeit. Fast jeden Abend hast du uns allen Asyl in deinem viel zu kleinen versuchten Zimmer gewährt und mit uns einfach so durch die Nacht getanzt. Danke für dein Lachen und danke das du quasi vor jedes Wort 'sehr' setzt. Und danke für das eine Lied und dem Moment als wir beide einfach nur im Bett dagelegen haben ohne was zu sagen.

L. : Danke an das verkeilteste Lebewesen auf diesem Planeten. Danke dafür, dass du einfach immer noch viel zu schnell Nachts durch die Straßen fährst und mit mir egal wann und wo ganz laut "Love me like you do" mit gröllst - egal wo wir gerade sind. Danke für das ganze Jahr Abholservice weil ich mich gegen den Führerschein gewehrt habe und danke für den einen ganz besonderen Morgen im Auto nach einer durchfeierten Nacht in der du mich von ganz Unten geholt hast und jede einzelne meiner Tränen weggewischt hast. 

M.: Danke an mein Mathegenie was mich so oft in den Stunden gerettet hat. Danke, dass du einfach nicht laut reden kannst und ich jedes mal für dich durch das Café schreien muss wenn wir bezahlen wollen. Danke dafür, dass ich meine Einsamkeit mit dir in meinem Bett teilen durfte und du die einzige Person bist bei der ich durschlafen kann, wenn sie neben mir liegt. Danke auch für all die Mordende an denen du verkatert bei mir aufgewacht hast und mich durch deinen Anblick zum Lachen gebracht hast. Und ganz besonders danke ich dir für den geteilten Hass für Relationshipgoals und Baes.

S.: Danke das du so heftig gechillt geworden bist. Danke für einen Morgen mit 1kg Schnitzel, Rhababar Joghurt und Country Potatoes. Danke für den ersten Sonnenaufgang in Bulgarien und die Gespräche. Danke für deinen unvergleichbaren Tanzstil, deinen heftigen Liedern und deine unglaublich ansteckende Lache. Und danke für jede einzelne Suchaktion nach deinem Iphone.

A.: Danke, dass ich dir in der 10. Klasse endlich die Augenbrauen zupfen durfte. Danke, dass du soviel aus dir gemacht hast und sogar ein bisschen erwachsen geworden bist. Danke für jede einzelne Tomatensuppe und danke für das Haare halten. Danke für's erinnern das ich glücklich seien soll und das mir das niemand nehmen kann. Danke für all die langen Gespräche und vor allem für deinen Rat mit dem ihr drei mich alle zusammen von ganz Unten nach ganz Oben gezogen habt. Danke dafür, dass du keine Geschichten erzählen kannst und vor allem danke für das Zopfgummi.

N.: Danke für die 10000 Umarmungen die ich von dir bekomme haben. Dank für dein süßes Grinsen und danke dafür das du dich immer über mich lustig machst und ich dich trotzdem auf jedes Foto ziehen darf. D anke für jedes  "ich hab dich lieb", was mir immer meinen Tag versüßt hat. Danke für deine Naturverbundenheit und die 150 Leva.

H.: Ich danke dir, dass du in meinem Pulli aussiehst wie 80. Ich danke dir für dein unglaubliches Talent zu reden. Für alle deine Geschichten über das andere Geschlecht. Dafür das du jede Aussage mit einem Beispiel belegen musst und dafür das du mich quasi in jeder Situation so unglaublich zum Lachen bringen kannst. Ich danke dir vor allem für die 11. Klasse in der ich ohne dich komplett aufgeschmissen gewesen wäre. Und als letztes Danke ich dir für deinen Haar Move auf dem Balkon und für deine unglaublich vielen Anspielungen.


A. : Danke das sich der Spitzname Axel etabliert hat und die ihn mit Fassung nimmst. Danke dafür das du dich so ausdrückst wie du es tust und mich deshalb jedes mal zum Lachen bringst. Danke das wir jetzt alle wissen wie du schläfst. Danke das du der Herbst bist und nicht der Sommer. Danke dafür das du dein Abi geschafft hast und ich stolz auf dich sein kann.

T.: Danke für den Schlumpfmeister. Danke für alle VLOGs die du gedreht hast und danke dafür das du einfach so bist wie du bist. Danke dafür, dass du Nachts um drei als einziger mit mir auf der Bank tanzt während alle anderen schon halb am schlafen auf der Couch hängen. Danke für das in Arm nehmen und das teilen der Selfie Sucht. Danke für das Immer da sein die letzten sechs Jahre. Und danke dafür das ich weiß wie du wirklich bist. 

Ich danke euch allen für den unbeschreiblich schönen Urlaub. Für all die Nächte die wir durchgetanzt haben und alle die Sonnenaufgänge die wir uns zusammen angeguckt haben. Ich danke euch für jeden Tag 3000000 Whatsapp Nachrichten, und für eure wunder, wunder, wunderschönen Bilder. Für all die sentimentalen Gespräche bei Wein und Zigarette. Ich danke euch dafür, dass ihr mich von ganz Unten alle zusammen nach ganz oben geholt habt. Ich danke euch für eure Ehrlichkeit und für all die kleinen Momente in denen ihr einfach jeder für sich zu mir gekommen seid, mich ohne Grund in den Arm genommen habt und mir "Ich hab dich lieb" ins Ohr geflüstert habt. Ihr habt mir gezeigt, dass es ganz einfach sein kann dem anderen zu sagen was man für ihn empfindet und das die ganze Freundschaft dadurch so viel enger wird. Jeder einzelne hat so viel Einfluss auf mich gehabt und wir es auch haben wenn ich jetzt weg bin. Ihr seid alle wunderbar und das dürft ihr nie vergessen. Ich bin die erste die jetzt von uns abhaut und spätestens im Oktober sind wir alle komplett in Deutschland verteilt aber egal wie und wann wir uns wiedersehen und egal ob wir und nächsten Jahr noch genauso nah stehen wie jetzt die letzten Monate trag ich immer bei mir.

Es ist 13.08 und ich sitze immer noch auf meinem Bett. Inzwischen ist die eine oder andere Träne über mein Gesicht gerollt und ich habe ewig gebraucht um das hier zu schreiben weil ich nicht wusste wie ich all der wunderschönen Zeit in Worten gerecht werden kann ohne doch wirklich zu schnulzig zu werden. Außerdem habe ich viel zu viele Leute vergessen, aber glaubt mir ich hab euch alle bi mir. Es 13.08 Uhr und in einer Stunde fahre ich zum Bahnhof und ich bin glücklich und traurig zu gleich! DANKE 



Sonntag, 5. Juli 2015

LONDON CALLING

Wir sitzen vor einem Hauseingang mit Blick auf den Oxford Circus. Die Autos sausen an uns vorbei während wir unsere Sandwiches essen. Von überall blinkt es und die Menschen tümmeln sich auf den Straßen. Kurze Zeit später laufen wir los und machen uns auf die Suche des Clubs, in den wir heute eingeladen sind. Ein wenig planlos laufen wir durch die vielen Straßen, bis unser Navi uns mitteilt das wir am Ziel angekommen sind. Wir heben unsere Köpfe und blicken auf eine schmale Gasse zwischen zwei Häuser, die nicht wirklich einladend sieht. Grauer Beton trifft auf heruntergelassene Fenstergitter, lediglich eine Tür steht offen. Vor ihr baut sich eine lange Schlange auf, die fast bis zur Ende der Gasse reicht. Am Eingang werden wir von  leichtbekleideten Damen begrüßt welche uns an die Hand nehmen und uns über stoffbezogene Treppenstufen nach oben führen. Ein süßlicher Duft steigt in meine Nase während meine Augen von Stufe zur Decke, zur Corsage der Frau vor mir driften. Die verschiedenen Eindrücke prasseln nur so auf mich ein und spätestens als ich dem ausgereckten Arm der leicht bekleideten Frau folge werde ich von den Eindrücken erschlagen. Wir blicken in einen rot belichteten Raum, in dem sich eine Bühne befindet vor der sich wiederum eine Art Laufsteg erstreckt. Rechts und links neben dem Laufsteg stehen viele Tische mit pompösen  und altmodischen Sitzbezügen. Im Hinteren Teil des Raumes befindet sich auf einer Empore die Bar an der schon die ersten Gäste stehen. Von der Decke wiederum hängen unzählige Kronleuchter, die vom Stuck umrundet sind und viele kleine Muster auf den Boden werfen. Zusätzlich sind die Wände durch rote elegante Vorhänge verkleidet. Wir werden zum ersten Tisch geführt und sind nun Teil dieser kleinen eigenen Welt. Ja, es ist hier wie eine kleine Welt. Wir sind umrundet von einer bunten Mischung von Menschen. Ein kleiner roter Raum gefüllt von Anzugträgern, Abendkleidern, Spitzenstrümpfen, und uns. Und so fliegt der Abend nur vor sich hin, wir werden Teil dieser Masse von Menschen die feiert als gäbe es kein Morgen. Sie alle lassen den Alltag hinter sich, verlieren sich in dem roten Licht, dem kleinen aber feinen Zauber der Nacht. Den Anzugträgern ist es egal, dass sie total aus dem Takt tanzen. Uns ist es egal, dass wir total underdressed sind. Auf einmal wird das Geschrei lauter und als ich mich umdrehe blicke ich in zwei Riesenwunderkerzen und eine Champagner Flasche, die von zwei in Armen in Seidenhandschuhen in die Luft Gehalt wird. Wir tanzen auf dem Laufsteg, spülen unsere trockenen Hälse mit Wodka-Cranberry und verdrängen den Schlafmangel. Wir singen laut die Lieder mit, rauchen auf der Terrasse unter einem klaren blauen Himmel und führen haufenweise Gespräche mit angetrunkenen Engländern. Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass wir mittlerweile seit über 24 Stunden wach sind und erinnert mich dran, dass es langsam Zeit wird zu gehen. In dem typisch schwarzen Taxi düsen wir durch die nun leeren Straßen. Ein flüchtiger Blick nach links bringt mein Herz zum springen - ein Pastellleuchtender Morgenhimmel bildet den perfekten Hintergrund für die Schatten des London Eyes. Ich verliere mich ein wenig in diesem unglaublich schönen Sonnenaufgang und blicke in die zwei zufriedenen Gesichter neben mir. Wir tragen uns die letzten Stufen hoch, lassen uns ins Bett fallen, kuscheln uns zu dritt an einander und fliehen erneut von der Realität in unsere Träume.

Hachja, London war echt ein Traum. Genau an dem Tag als wir gekommen sind ist das Wetter besser geworden. 2 Tage sind nur einfach viel zu kurz, deswegen hoffe ich doch, dass ich London dieses Jahr noch einmal zu Gesicht bekomme.
Die letzte Woche kann ich mir definitiv als Pech Woche im Kalender dick anstreichen. Nachdem mein Handy baden gegangen ist, habe ich mich tagelang mit dem Apple Support rumgeschlagen um letztendlich mir dann doch selber ein neues Handy zu kaufen - das schrumpft es das Budget für Europa...haha. Aber da ich meine freie Zeit sinnvoll nutze und brav jeden Tag arbeiten gehe müsste das wohl alles klappen. Dennoch war diese Woche einfach wunderbar schön und witzig, da wir in der Schule übernachtet haben uns unseren Abistreich und die Abientlassung hatten - dazu dann aber im Laufe der Woche mehr! Einen wunderbaren Rest Sonntag euch allen da draußen xx


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Mittwoch, 10. Juni 2015

DANCE LIKE NOBODY'S WATCHING!

Auf dem dunklen Balkon leuchtet mein Handy und zeigt 22.30 Uhr. Noch viel zu früh denken wir, folgen aber alle unser Reiseleitung aus unserem Hotelzimmer. Durch den Flur hört man unser lautes Lachen, was aber im ersten Stock von der lauten Musik aus dem Zimmer am Anfang des Flures übertönt wird. Der nette Barkeeper an der Bar grinst uns an, und kurze Zeit später verlässt jeder mit einem Pappbecher das Hotel. Während wir nach und nach die kleinen Fressbuden hinter uns lassen, werden die Becher immer leerer, bis wir kurze Zeit später in einem komplett leeren Club stehen. Die Türsteher strahlen schon fast, als sie uns nach einem Begrüßungsgetränk hin zum Openair Teil des Clubs führen. Der DJ hingegen klickt abwechselnd auf seinen Tasten herum oder guckt gelangweilt auf die leere Tanzfläche. Ich aber hingegen blicke in vor Freude erfüllte Gesichter, die aus dem Strahlen nicht mehr rauskommen und so werde ich an den Händen gerissen und auf die riesig leere Tanzfläche gezogen. Und da tanzen wir also, neun verrückte Menschen denen es gerade total egal ist das sie gerade die einzigen hier im Club sind.  Neun verrückte Menschen denen es egal ist, dass sie gerade aussehen wie kleine Hasen auf LSD, weil sie wie durchgeknallt über die gesamte Tanzfläche hüpfen ohne auch irgend einen Quadratmeter unberührt zu lassen. Wir schmeißen unsere Arme in die Luft, drehen uns, laufen auf einander zu und wieder von einander weg. Die Grenze bildet das Meer, dessen Wellen sich in der Dunkelheit der Nacht wie große Monster vor uns aufbauen, aber letztendlich dann doch brechen. Wir sind so sehr mit uns selbst beschäftigt das wir gar nicht merken wie nach und nach mehr Leute den Club betreten, sich aber schüchtern an der Bar in mitten der Tanzfläche sammeln. Kein irritiertes Augenpaar hindert uns daran auf zu hören, im Gegenteil es ist, immer noch so als gäbe es nur uns, die Musik, das Meer und den unglaublichen Sternenhimmel der über uns prangt. Doch nach und nach trauen sich die anfangs noch schüchternen Menschen zu uns auf die Tanzfläche. Erst nach einer halben Stunde fällt mir bewusst auf, dass es wirklich langsam eng wird auf der Tanzfläche, und so setzte ich mich für einen kurzen Augenblick auf einen großen Felsen am Rand. Der Blick aufs Handy lässt mich laut auflachen, haben wir doch tatsächlich zwei Stunden einfach nur durchgetanzt. Und so geht es noch die nächste Stunde, bis uns dann schließlich allen die Musik nicht mehr gefällt und wir nacheinander den Club verlassen. Wir finden uns letztendlich zu dritt am Strand wieder und ich friere bei dem Anblick als sich die beiden vor mir ausziehen und wie kleine Kinder ins Meer springen. Die großen Wellen sind kleinen gewichen, einzig allein durch das Wasserspritzen der beiden Nachtschwimmer wird die Friedlichkeit des Meeres gestört. Kurze Zeit später finden wir uns vollkommen durchgefroren in einem unser drei Hotelzimmer wieder. Inzwischen sind alle angekommen und so liegen wir da, in zwei viel zu kleinen Betten mit viel zu vielen Beinen und Händen übereinander. Der anfängliche Versuch schlafen zu gehen scheitert und so lachen wir die ganze Nacht durch, warten auf den letzten in der Runde. Nach und nach schlafen sie alle ein und ich  tapse ich auf den Balkon und begrüße die Sonne, die sich wie ein Feuerball am Horizont hervor hebt. Guten Morgen Welt. 

Achjaaaaaaa, wie gerne würden wir alle unsere Koffer packen und sofort wieder ins Flugzeug Richtung Goldstrand düsen. Wir hatten alle echt hohe Erwartungen an diesen Urlaub und sie wurden einfach 1000 mal übertroffenn. Zur Info wir sind mit MAXTOURS gefahren, kann ich jedem nur empfehlen! Hatten außerdem auch ein super Hotel (HOTEL SOFIA). Die 7 Tage sind echt geflogen, so kam ich auch nicht jeden Tag dazu zu fotografieren. Zum einen weil unsere Tage erst immer um 12 Uhr Mittags angefangen haben zum anderen weil manche Momente einfach genossen werden müssen, ohne das man sie festhalten muss. Hier also die ersten Bilder, ich verdrücke mich jetzt nach London! xx


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Sonntag, 7. Juni 2015

HALLO FREIHEIT!

Meine Hand krampft, mein Kopf brummt. Ich werfe den Kulli vor mir auf den Tisch und krame meine Blätter zusammen. Ich zähle meine Schritte bis zum Pult - zehn Stück sind es. Die zehn Schritte  zur Freiheit! Als ich ein paar weitere Schritte nun die Autotür zu werfe und hinter meinem Steuer sitze fällt alles von mir ab. Meine Hand ist locker, mein Kopf ist frei - der ganze Druck der letzten Wochen fällt wie ein riesen großer Stein von mir. Quietschend fahren meine Fensterscheiben herunter. Aus den Boxen ertönen die ersten Takte meines Lieblingsliedes, während ich gleichzeitig den Motor zum Singen bringe. Wie wild tanzen meine Haare in dem Wind, und mein Herz springt im Takt der Musik. Mir fällt es schwer gerade zu begreifen, dass alles bald ein Ende hat - um genau zu sein ha der lästige Teil, die Abi Klausuren zu schreiben, genau jetzt ein Ende. Ein kleiner Schrei dringt aus meiner Kehle, wartet jetzt schließlich nur noch der schöne Teil. Ich lasse die Seitenstraße Richtung Heimat links liegen, fahre zur Autobahn und drücke das Gaspedal tief in den Boden. Mein kleiner schwarzer Flitzer beschleunigt zwar eher mühsam aber genau zum Refrain zeigt das Tacho 160 km/h an und ich düse auf der Überholspur an allen anderen Autos vorbei ohne irgendein Ziel.
Von der Autobahn führt mein Weg wieder nicht Nachhause sondern zu 14 strahlenden Augen. Menschen die wie ich gerade einfach nur froh sind alles geschafft zu haben. Und da sitzen wir also im noch viel zu kalten Frühling auf irgendeiner Wiese und blicken in den wunderschön klischeehaften Sonnenuntergang.  
Das hier ist erst der Anfang und wir können die nächsten Wochen und Monate kaum noch erwarten. 

ALOHA! Nachdem ich lange Zeit verzweifelt versucht habe diesen Blog neu zu designen habe ich nun beschlossen einfach alles so zu lassen. (HTML und ich sind noch keine Freunde und mir fehlt die Geduld).Mir geht's in diesem Blog nicht das mein Design super professionell aussieht, sondern es geht mir um meine Geschichten und Bilder. Irgendwann denke ich werde ich schon noch was verändern aber gerade will ich einfach nur drauf los schreiben.
 Da ich aber die ganze Zeit dachte, ich müsste hier alles verändern habe ich kaum geschrieben und weniger fotografiert. Das hat jetzt ein Ende, denn ich habe gemerkt wie sehr mir beides fehlt. Da ich nun endlich den ganzen Abistress hinter mir haben kann ich es kaum erwarten endlich auf Reisen zu gehen und von all dem zu berichten. 
Die erste Reise habe ich nun leider schon hinter mir - 7 Tage Bulgarien mit einer Gruppe von Menschen, die ich nie wieder missen möchte!!! Noch nie habe ich so einen entspannten und krassen Urlaub gehabt - aber dazu folgt dann auch bald mehr. Außerdem war ich öfter in Berlin da ich dort nun endlich auch eine WG Zimmer hab - AAAAH! Man kann sich nicht vorstellen wie sehr ich mich darüber gefreut habe. Nach meiner Europa Tour die im Juli anfangen wird, werde ich dann Ende August endgültig nach Berlin ziehen! Da ich aber das Reisen einfach liebe düse ich dann Donnerstag schon mal nach London um dort meine liebe Josie zu besuchen!! 

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Sonntag, 22. März 2015

LEBENSZEICHEN 2.0

Ich schlendere über die Kreuzung hin zur Tram Station. Die orangene Schrift der Anzeigetafel tut weh in meinem Augen und erst durch blinzeln erkenne ich die nächste Abfahrtszeit - 39 min. Zuhause würde ich mich jetzt tierisch aufregen aber heute genügt ein Blick in den klaren Himmeln um mich zu besänftigen. Ich verzichte auf Google Maps und laufe einfach los ohne wirklich zu wissen wo ich hin will. Ein Dienstagabend um halb elf mitten in Berlin. Die Stadt ist zur Ruhe gekommen und die meisten Menschen haben sich in ihrer gemütlichen Wohnungen verkrochen - kein Wunder bei dem eiskalten Wind der weht. Ich ziehe meinen Schal bis unter die Nase und laufe vorbei an beleuchteten Einkaufsfenstern während der Fernsehturm über allen Hochhäuser prangt. Um nicht ganz die Orientierung zu verlieren folge ich den Schienen die mich letztendlich auf den Alexanderplatz leiten. Keine Menschenseele. Für einen Moment bin ich sprachlos tümmelten sich heute Mittag hier noch hunderte Menschen. In meinen Ohren dudelt Jack Johnson vor sich hin und die großen Kaufhäuser fangen den kalten Wind ab. Meine Schritte werden langsamer. Mein Herz schlägt schneller. Für solche Momente liebe ich diese Stadt, es fühlt sich kurz so an als würde sie gerade nur mir alleine gehören und das ist ein unbezahlbares Gefühl. Es fühlt sich fast so an als wäre ich verliebt in diese Ansammlung von grauen Bauklötzen und gelben U-Bahn Zügen. Home is wherever we are if there's nothing too. Ja jetzt gerade ist das mein Zuhause, auch wenn ich hier ganz alleine stehe mitten auf dem Alex - noch nie habe ich mich so angekommen gefühlt. 

Shame on me - aber ich lebe noch. In den letzten zwei Monaten ging es wirklich drunter und drüber. Nachdem ich aus Berlin wieder gekommen bin ging es sofort an die Klausuren. Bis Anfang dieser Woche habe ich 1000 Klausuren geschrieben, 1000000 Referate gehalten und doppelt soviel Hausaufgaben abgegeben. Umso schöner ist das Gefühl gerade das ich mit allem durch bin - okay Abi halt noch haha!  Aber das schaff ich jetzt auch noch. Vor gut vier Wochen war dann mein MAC auch auf einmal total im Arsch... Resultat - Alles weg... Zum Glück hatte ich ein paar Fotos bei Freunden auch auf dem Pc aber vieles leider auch nicht. Aber daraus wird jetzt gelernt! Deswegen gab's nun hier leider auch nicht so viel zu zeigen - das wird sich jetzt ändern. Demnächst erwartet euch ein vollkommen neues Design - WUUHU!! Ansonsten genieße ich gerade echt das Wetter und die Zeit mit meinen Freunden. Wir hatten diese Woche Mottowoche und es war so unglaublich witzig! Außerdem haben wir unseren Urlaub gebucht Ende Mai geht es für eine Woche ab nach Bulgarien. Oh man ich kann die nächsten Monate kaum erwarten! <3

PS: Hier ein kleiner Überblick was mein Handy die letzten Monate so getrieben hat!





Sonniger Katermorgen // Gurl did my make up // Sunday Breakfast // Lost at McFit // Berlin Liebe // Design Akademie Crew // Wenn dein bester Freund auf Fotos steht... // HAIRCRUSH!! // Goodbye Berlin



Dove Werbung hallo // bin leider nicht #healthy weil ich Haferflocken hasse // Sunset in Ghetto Town  // Berlin Night // Feeling after last math exam ever // Wanderlust // Blue Sky makes me feel so good // Selfie muss sein // bester Bruder auf der ganzen weiten Welt!

Montag, 26. Januar 2015

BIRTHDAY TROUBLE

Ok gut das Zimmer schließe ich einfach ab, denke ich mir als ich mir meinen Weg durch die Klamottenberge bahne. Ich habe es gerade zum Spiegel geschafft und will anfangen mich zu schminken da leuchtet mein Handy auf. 'Ja sorry, hab 'nen Platten holst mich ab'?, kaum drücke ich auf den roten Hörer springe ich ins Auto. Rückwärtsgang, Gas - los. Ein Blick in den Siegel konfrontiert mich mit der Tatsache, dass ich aussehe wie 13. Neon gelbes Oberteil, Tatto Kette und geflochtene Zöpfe... Ernsthaft? Ich meine das Motto heute ist Bad Taste, aber ich wollte schon zumindestens volljährig aussehen. Ich lade meinen Lieblingsbrasilianer beim großen Supermarkt ein und flitze Nachhause, in der Hoffnung das noch keine Gäste vor der Tür stehen. Wir steigen aus und sehen in schwachen Licht der Lampe ein Einhorn und ihre 80er Jahre Queen. So bleibt mir nicht anderes übrig als mir nur schnell was ins Gesicht zu klatschen und zumindest noch die Zöpfe aufzumachen. Ein Klingeln hier, ein Klingeln da und ich blicke auf ein gefülltes Haus. Die Farben tun mir schon fast in den Augen weh, doch mit jedem neuen Becher gefallen uns allen die Outfits sogar langsam richtig. Ich unterhalte mich angeregt mit meiner liebsten braunhaarigen Weinleiche als es platscht. 'Nein man, mein Wein', kreische ich, ist der Teppich ja schließlich vollkommen egal. Wir tanzen zu den Spice Girls und dem Prinz von Bel air. Für einen kurzen Moment bleibe ich alleine im Flur stehen und blicke auf das überfüllte Wohnzimmer. Meine Wangen glühen, meine Haare sitzen wie Scheiße, mein Neonoberteil ist voll mit Schokolade - ich bin glücklich, und dankbar. Unfassbar, dass diese Menschen hier alle soviel Spaß haben und unfassbar, dass sie alle nur wegen mir hier sind. Kaum werde ich alleine im Flur entdeckt werde ich am Arm in die Mitte des Wohnzimmers gezogen. Und dann tanzen wir wieder bis zum frühen morgen. Ja time of my life war selten so passend. Es dauert noch ewig bis wir nur noch zu zweit auf dem Teppich liegen und uns erschöpft die letzten Treppen hochtragen. Die Sonne weckt mich wenig später und ich tappe langsam wieder runter. Meine Füße kleben förmlich am Boden, welcher bedeckt ist von Luftschlangen und Plastikbechern. Die Sonne erfüllt den ganzen Raum mit Sonne und ich muss grinsen. 

Ohja, ohja! Meine Party war echt unglaublich witzig und schön. Jeder hat sich mal wieder an das Motto gehalten und sind echt mega viele schräge Outfits rausgekommen. Ich habe wie letztes Jahr wieder überlegt ob ich euch die Bilder zeigen soll und genau wie letztes Jahr finde ich sie einfach zu genial. Deswegen hier eine kleine Übersicht! Im nächsten Posts gibt's dann tolle neue News, ist schon alles vorbereitet! <3