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Samstag, 26. Juli 2014

Trip to Prague!

Der Ventilator auf der Fensterbank summt laut vor sich hin spendet aber kaum Abkühlung. Im Flur hört man die ersten Gläser und Flaschen klirren gemischt mit schnellen Schritten. Im Minutentakt klopft es an der Tür , so dass der Raum sich nach und nach füllt. Die Temperatur steigt mit jedem neuen begeisterten Gesicht, bis sie sich letztendlich mit viel zu vielen Leuten in dem eigentlich ziemlich großen Hotelzimmer wieder finden. Inzwischen schnurren drei Ventilatoren  im selben Takt, welcher jedoch von der lauten Musik übertönt wird. Die Hitze, der Schweiß, die ungeschminkten Gesichter der Mädchen und die Jogginghosen der Jungs - all das rückt komplett in den Hintergrund. In allen Gesichtern befindet sich der Ausdruck von Freiheit, Unbeschwertheit und Fröhlichkeit. Wein und Bier werden brüderlich mit allen geteilt, und mit jedem Schluck werden die 'Ich habe noch nie' Fragen ehrlicher beantwortet. Irgendwann finden sie sich  mit Bauchkrämpfen vor Lachen alle auf dem Boden wieder. Die Geschichte des Brasilianers, welche veranschaulichte, dass es eindeutig mehr Nachteile als Vorteile hat keinen eignen Zimmerschlüssel zu haben hatte sie nun alle geschafft. Leere Falschen sorgen für den Aufbruch zum nächsten Supermarkt. Barfuß über  Kopfsteinpflaster und rote Ampel. Ihr lautes Lachen hallt durch die ruhigen Gassen, bis es auf der Hauptstraße von dem Autolärm übertönt wird. Ein wenig verdutzt scannt der Kassierer die drei Weißwein Falschen und das Bier, während er die Oberkörper der Jungs mustert. Auch die Polizisten hinter ihnen in der Schlange wagen den ein oder anderen Blick, interessieren sich dann letztendlich doch mehr für ihre Sandwiches auf dem Fließband. Die 200 Stufen zum Hotelzimmer im vierten Stock schleppen sie sich mühsam alle hoch um dann total geschafft alle samt auf das große Doppelbett zu fallen. Lautes Geschrei und fünfzehn nasse Rücken sind das Resultat des offenen Fensters, dass man vor dem krassen Regen Mittags lieber hätte schließen sollen. Es dauert nur fünf Minuten bis sich das ganze Zimmer in eine weiße Landschaft. Überall hängen die nassen Laken und Decken runter. Schweißtropfen mischen sich mit den Wassertropfen. Sie drehen die Musik noch lauter tanzen auf den anderen Betten. Viel zu viel nackte Haut, Schweiß, laute Beats, Wein. Sie tanzen alle, es ist egal wie sie tanzen, aber sie tanzen. Werfen ihre Arme in die Luft, legen ihre Arme um den Nächsten neben ihnen. T-Shirts liegen auf dem Boden, hochgekrempelte Tops - noch nie war das Lied 36 Grad  so passend. Doch niemand beschwert sich über die Hitze im Gegenteil, sie rückt komplett in den Hintergrund. Für eine Weile tanzen sie dort einfach alle nur und schwitzen. Und dann auf einmal sind sogar alle Laken wieder trocken, sogar die Matratze ist nur noch klamm. Ein riesen großes Grinsen macht sich auf all ihren Gesichtern breit bis sie alle total erschöpft auf dem Boden liegen. Irgendwann aber liegen sie nur noch zu viert da, raffen sich auf und kriechen in die kühlen weißen Laken um dann letztendlich mit dem Geräusch der Ventilatoren friedlich einzuschlafen. 

Back in town, ahoi! Es war unglaublich! Mir fehlen schon ein wenig die Worte um all das zu beschreiben was passiert ist und was wir einfach alles erlebt haben. Die Leute waren alle so chillig drauf, allgemein sind wir alle nochmal so zusammen gewachsen (DANKE DAFÜR). Auf jeden fall kann ich sagen, dass ich mich in die Stadt verliebt habe. Die perfekte Mischung aus Großstadtdreck und wunderschöner Architektur. Alles ist mit Kopfsteinpflaster gepflastert und an jeder Ecke findet man eine Pizzeria oder einen Obststand. Das einzig negative war das Programm, weil es einfach viel zu viel war (6 Stunden Stadtbesichtigung bei 30 Grad). Wirklich empfehlenswert und gleichzeitig bedrückend aber ist das KZ Theresienstadt. Es ist schrecklich was da damals alles passiert ist und ich muss sagen mich berührt das sehr jetzt noch umso mehr weil wir wirklich 'live' gesehen haben wie die Menschen dort gehaust haben und behandelt wurden. Neben diesem traurigen Thema jedoch gab's auch schöne Ausflüge wie zum Beispiel die Schiffsfahrt auf der Moldau - wunderschön!! Es gab für uns alle noch Buffet dazu und was soll ich sagen, dass muss man selber mal gemacht haben. Was das einkaufen angeht war ich leider ziemlich enttäuscht, wobei es mir letztendlich gar nicht mehr wichtig war. Es gibt zwar eine große Passage aber mit den Standart Geschäften. Dadurch hab ich aber viel Geld gesparrt für die Sommerferien. Habe mir nur Schuhe und einen Jumpsuit gekauft (gibt's bald zu sehen). Joa, zu Prag wird es mindestens noch einen Post geben oder auch mehr, hoffe euch gefallen die Bilder so sehr wie mir! 






















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