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Montag, 7. September 2015

LIVING ON THE RAILS

Die Schienen klappern vor sich hin und die Landschaft zieht nur so an mir vorbei. Vor genau sieben Tagen saß ich im Zug und bin quer durch Deutschland gefahren um letztendlich ein fast fremdes Mädchen zu treffen und mit ihr das große Abenteuer zu beginnen. Vor genau sieben Tagen saß ich genau wie jetzt einfach da und habe aus dem Fenster gestarrt. Damals habe ich mich gefragt was ich hier eigentlich mache, ob es die richtige Entscheidung war mein ganzes Geld für diese Reise auszugeben, ob es das richtige war mit einer völlig fremden Person los zu fahren. Hatte Angst das diese Reise nicht meinen Erwartungen entsprechen würde, und war voller Zweifel wirklich einmal alles los lassen zu können.
 Jetzt gerade blicke ich aus dem Fenster und bin angekommen, angekommen in diesem Leben zwischen Zeltplatz und Toilettenpapier in den Taschen. Angekommen in einem Tagesrhytmus in dem Zeit keine Rolle spielt und du jeglichen Verpflichtungen für eine Weile entfliehen kannst. Mein Blick wandert rüber zu der inzwischen nicht mehr fremden Person die gegenüber von mir vor sich hinschlummert. Ein Grinsen macht sich auf meinem Gesicht breit, wenn ich nur daran denke wie witzig und schön die letzten sieben Tage schon waren, und ja, langsam habe ich das Gefühl wir werden zu einer richtigen Zweimann Familie. Wir haben bei Wein und Sommerwind stundenlange Gespräche auf dem Balkon geführt, sind angetrunken durch Prags Altstadt geirrt um letztendlich in einem Strip Club zu landen. Haben in Wien damit begonnen einfach in irgendwelchen Parks zu schlafen um gegen Abend den Sonnenuntergang in vollen Zügen an dem Donaukanal genießen zu können. Wir sind Abends einfach planlos durch Budapest gelaufen um mitten in der Innenstadt einen Pool mit hunderten Menschen zu entdecken, die sich alle die heiß gelaufenen Füße im angenehmen Wasser kühlen. Außerdem haben wir einschneidende Erfahrungen mit der ungarischen Trinkkultur names 'Palinka' gemacht die im Nachhinein mehr zu Kopfschmerzen und einem flauen Gefühl im Magen führte, aber dennoch zu einer Nacht, die uns sicherlich in mehr oder weniger eindeutiger Erinnerung bleiben wird. Gerade mal sieben Tage von 30. Meine Augen werden schwer und ich werde langsam von dem wackelnden Zug und dem Klappern der Schienen in den Schlaf gewiegt. Ich bin angekommen und bereit für all das was in den nächsten Tagen noch auf mich zukommen wird, aber vor allem bin ich angekommen bei mir selber. 


TADA! Hier ist er der Post, es hat gedauert aber nun ist er da. Ich habe lange überlegt wie ich am besten alles von der Reise zeigen und erzählen kann - welche Aufteilung am meisten Sinn macht. Eine langweilige Nacherzählung jeder einzelner Stadt wäre aber einfach nichts für mich deswegen wird's wohl immer meine Highlights als Texte. Ich denke am Schluss wird's dann noch allgemeinere Texte geben mit meinen Stadt Favoriten und ein paar Insider Tipps über das Leben auf den Schienen. Seid gespannt und nun viel Spaß bei den Bildern aus Budapest und einigen aus Zagreb. 


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