Seiten

Mittwoch, 4. Mai 2016

BARCELONA RUNS

Die Wolken hängen tief über Barcelona, wie schon die letzten zwei Tage. Wir sitzen verschlafen beim Frühstück und schaufeln uns die Schale Joghurt und Obst rein, welche wohl definitiv zu unserem Standard Frühstück werden wird die nächsten Tage. Währenddessen füllt sich die Hostel Küche langsam mit den typischen Gestalten, die man eigentlich in jedem Hostel antrifft. Dem einen Kerl, der gestern einen über den Durst getrunken hat, aber jetzt schon zeitig aufstehen muss weil er heute ausschecken muss. Dann haben wir den typischen Ich-will-alles-sehen Reisenden, in diesem Fall eine Frau die sich gedankenlos ihr Brot in den Mund stopft während sie aufmerksam den Stadtplan studiert und sich Kreuzchen macht. Daneben eine Gruppe von Jungs und Mädchen, die Art von Leute die in ein Hostel kommen und gefühlt nach einer Sekunde schon jeden kennen und super kommunikativ sind, weil sie sowieso alle alleine reisen. Und dann sitzen wir da, total müde und verschlafen wechseln dennoch ein paar Worte mit Alex, dem 50 Jährigen Kanadier dem es in Kanada einfach zu langweilig war.
 Ein bisschen niedergeschlagen von dem schlechten Wetter entscheiden wir uns eine Runde Laufen zu gehen, um noch ein bisschen mehr von der Umgebung zu sehen. Zugegeben, meine Motivation hält sich bei dem Wetter ziemlich Grenzen aber ich ahne schon das uns das Laufen gut tun wird. Die Treppen vom Schlafsaal runter, raus aus der Tür direkt auf die wunderschöne Straße unseres Hostels. Wir gehen ein paar Minuten langsam durch die Gassen während Google uns versucht den Weg zum Park zu zeigen. Und da liegt er auf einmal vor uns, ein riesiger Triumph Bogen als Eingang zur Grünfläche. Ein kurzer Blickwechsel genügt und schon befinden sich unsere Headsets in den Ohren und unsere Füße lösen sich von dem Asphalt. Wir laufen durch riesengroße Seifenblasen entlang an den aufgereihten Palmen am Wegesrand. Hinten rechts macht eine kleine Gruppe Yoga, während uns frontal mehrere Frauen mit Kinderwägen entgegen kommen. Mit jedem einzelnen Schritt fällt die Müdigkeit von uns ab und es genügt wieder nur ein Blick als wir vor dem wunderschönen Gebäude mitten im Park stehen. Ein Blick um genau zu wissen, dass wir beide die vielen Treppen zum Ausichtsplatz des Gebäudes hochlaufen wollen. Also sprinten wir, nehmen nicht nur eine Stufe sondern zwei. Keuchen nicht sondern lachen laut. Spüren gar nicht wie sehr wie schwitzen, sondern genießen die kleinen Wasserperlen die von dem Springbrunnen auf unsere Haut spritzen. Erneut treffen sich unsere Blicke und ich sehe das Leuchten in den Augen, und genau das ist das Gefühl für das ich mich jedes mal in meine Laufschuhe schmeiße, das Gefühl von Leichtigkeit. Die sommerlichen Gittarenklänge auf den Ohren runden den perfekten Moment ab. Einzig und allein durch den unglaublichen Geruch der rosanen Blüten an den Bäumen kurze Zeit später im Park kann alles getoppt werden. Also rennen wir weiter, über Stock und Stein, von Waldboden zurück auf den Asphalt. Vorbei an unzähligen Bäckerrein, Obstläden und kleinen Tapas Bars bis wir wieder vor unserem Hostel stehen. "Ich hätte bis zum Mond laufen können!", sagt sie und ich sehe wie ihre Augen immer noch leuchten. "Geht mir genau so.", erwidere ich und kann den Geruch der Blumen förmlich noch riechen. 


IMG_8399 Kopie

IMG_8421 Kopie

IMG_8430 Kopie

IMG_8498 Kopie

IMG_8489 Kopie

IMG_8404 Kopie

IMG_8496 Kopie

IMG_8484 Kopie

IMG_8502 Kopie

IMG_8470 Kopie

IMG_8511 Kopie

IMG_8513 Kopie

IMG_8471 Kopie

IMG_8509 Kopie

IMG_8473 Kopie

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

, , ,